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Touristen in Japan dazu aufgerufen, Reiseversicherungen abzuschließen

Medizinische Behandlung im Ausland kann teuer werden

Ämter und Behörden in ganz Japan werben verstärkt für Reiseversicherungen. In letzter Zeit häufen sich Fälle, bei denen Touristen aus dem Ausland unbezahlte Krankenhaus- und Arztrechnungen zurücklassen. Das Problem belastet sowohl japanische Krankenhäuser als auch das japanische Gesundheitswesen insgesamt.

Wenn unversicherte Reisende sich in Japan verletzen oder krank werden, müssen sie die Kosten für ihre Behandlung selbst bezahlen. Das kann mitunter ziemlich teuer werden. Es gibt Informationskarten und Plakate, die die Kosten von Krankenhausbehandlungen auflisten. Dabei sind Beispiele wie 700.000 Yen (ca. 5760 Euro) für die Behandlung eines Hitzschlags und 3 Mio. Yen (ca. 24.700 Euro) für einen Knochenbruch.

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Viele halten eine Versicherung für unnötig

Laut einer Regierungsumfrage haben fast 30 Prozent aller Besucher aus dem Ausland keine Reiseversicherung oder Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Viele der Befragten betrachteten eine Versicherung als unnötig. Andere waren sich der Option entweder nicht bewusst oder haben sie erst gar nicht in Betracht gezogen.

Regierungsbehörden versuchen auf unterschiedliche Arten und Weisen, Reisende aus dem Ausland dazu zu bewegen, eine Versicherung abzuschließen. Die Maßnahmen beinhalten das Verteilen von Flugblättern an Touristeninformationen in Flughäfen und Hotels.

Versicherung bequem per Smartphone

„Haben Sie sich schon ihren Seelenfrieden gebucht?“ steht auf einem Flugblatt auf Englisch geschrieben. Die Flyer gibt es auch auf Chinesisch, Koreanisch und Thailändisch. Die Tourismusbehörde Japans designt die Flugblätter und verteilt sie auf Flughäfen in Japan und dem Rest der Welt. Sie sollen Touristen darüber informieren, dass man auch nach der Ankunft in Japan schnell und einfach eine Versicherung abschließen kann, beispielsweise direkt mit dem Smartphone.

Eine Umfrage des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales zeigt, dass etwa 20 Prozent der Krankenhäuser, die Touristen aus dem Ausland behandelt haben, unbezahlte Rechnungen für diese Behandlungen offen haben. Darunter war ein Krankenhaus, bei dem die Rechnung über 10 Mio. Yen (ca. 82.300 Euro) betrug.

Japans Tourismusbehörde hat verschiedene Testläufe für Werbeaktionen unternommen, um Besucher aus dem Ausland für Reiseversicherungen zu interessieren. Große Erfolge blieben bisher jedoch aus.

Firmen und Präfekturen packen mit an

Die Versicherungsgesellschaft Sompo Japan Nipponkoa Insurance hat 2016 in Zusammenarbeit mit der Tourismusbehörde eine Versicherungspolice entwickelt. Der Preis konnte relativ gering gehalten werden, indem man den Haftpflicht-Teil der Versicherung wegließ und sich auf die Krankenversicherung konzentrierte. Seit dem Start der Police verzeichnet die Firma jährlich einen Anstieg von abgeschlossenen Reiseversicherungen.

Okinawa im Süden Japans ist bekannt für seine Strände und das warme Wetter und deswegen sehr beliebt bei Touristen. Die örtliche Verwaltung verteilt Kärtchen und hängt Plakate auf, um Reiseversicherungen zu bewerben.

„Uns sind die Bedenken der Kliniken über eine mögliche Flut von unbezahlten Rechnungen zu Ohren gekommen“, sagte ein Beamter der Insel-Präfektur. „Wir werden uns weiterhin bemühen, mehr Leute dazu zu bewegen, Reiseversicherungen abzuschließen, wenn sie in Okinawa ankommen.“

Quelle: Kyodo

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