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HomeNachrichten aus JapanToyokawa bittet chinesische Partnerstadt um Rückgabe von gespendeten Atemmasken

Chinesische Stadt hat Verständnis für die Bitte

Toyokawa bittet chinesische Partnerstadt um Rückgabe von gespendeten Atemmasken

Als vor einigen Monaten der Covid-19 in China ausgebrochen ist, versuchten mehrere japanische Städte zu helfen und sendeten unter anderem Atemmasken. Während sich die Situation in China allmählich entspannt, hat sie sich in Japan deutlich verschärft. Aus diesem Grund bittet der Bürgermeister von Toyokawa jetzt die chinesische Partnerstadt die gespendeten Atemmasken zurückzugeben.

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Anfang Februar schickte die Stadt in der Präfektur Aichi 4.500 Masken der Partnerstadt Wuxi New Area in Jiangsu. Bürgermeister Yukio Takemoto musste nun jedoch feststellen, dass sie eigentlich die Masken selbst ganz dringend brauchen. In einer lokalen Fernsehsendung bestätigte er, dass die Stadtregierung über die Rückgabe der Masken verhandelt. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass von der Lieferung noch welche übrig sind. Es geht damit nur darum die Reste der Spende zurückzuschicken und nicht die komplette Lieferung.

Chinesische Stadt will Zehntausende Masken schicken

Trotzdem kam die Aussage des Bürgermeisters nicht unbedingt gut an. Einige Personen wiesen darauf hin, dass sich die Lage in China zwar verbessert, die Gefahr jedoch lange noch nicht gebannt ist. Es sei dazu respektlos eine Spende wieder zurückzuverlangen, auch wenn es sich nur um die Reste davon handelt. Andere Menschen zeigten hingegen Verständnis und verstanden, dass die Stadt nur versucht ihre Bürger zu schützen und deswegen zu so einer ungewöhnlichen Bitte greift.

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Der Bürgermeister von Wuxi New Area sah die Sache hingegen gelassen. Auf Twitter bestätigte er nur einen Tag nach der Bitte von Toyokawa, dass sie Masken schicken werden. Dabei handelt es sich mit 50.000 Stück um deutlich mehr Exemplare als bei der gespendeten Lieferung aus Japan. Der Bürgermeister erklärte, dass sie so die Partnerschaft unterstützen wollen. Es sei schließlich die wahre Kraft der Freundschaft zwischen zwei Ländern.

Toyokawa verzeichnet ersten Infizierten

Chinesische Internetnutzer stimmten zu, dass die Hilfe nicht wirklich etwas Schlechtes ist. Sich gegenseitig zu unterstützen sei eine gute Sache und die Anfrage aus Japan sei immerhin nicht unberechtigt gewesen. Beiden Städten liegt schließlich das Wohlergehen ihrer Bürger am Herzen.

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Zuletzt verzeichnete Aichi mehr als 140 Infizierte und 17 Tote durch den Virus. Die Präfektur gilt als eine der am stärksten betroffenen Regionen neben Tokyo und Hokkaido. Toyokawa selbst hat einen bestätigten Fall, einen Angestellten von Toyota in den 20ern.

TT

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