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Toyota und Honda kauften ungenehmigte Daten von arbeitsuchenden Studenten

Angeblich nutzen die Unternehmen die Daten angemessen

Anfang des Monats kam heraus, dass die japanische Firma Recruit Career Co. von tausenden Studenten die Daten ungefragt weiterverkaufte. Um die 38 Firmen kauften dabei die Informationen zu den arbeitsuchenden Studenten, die den Service nutzen. Nun kam heraus, dass unter anderem Toyota und Honda zu den Käufern gehören.

Die beiden größten Autohersteller Japan sollen nach Untersuchungen die Daten ohne Zustimmung der Studenten gekauft haben. Informationen verkaufte Recruit Career über ihren Onlinedienst Rikunabi DMP Follow, der eigentlich Studenten eine große Auswahl zu Jobs und anderen Informationen bietet. Sie gehören damit zu den anderen 36 Unternehmen, die schon März 2018 den Kauf abwickelten. Beide Firmen wollten mit den persönlichen Daten gucken, wie wahrscheinlich Studenten ein Jobangebot ablehnen.

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Toyota gab selbst an, dass sie versuchten, so die Zahl der Personen zu verringern, die ein Stellenangebot ablehnen. Für sie sei es unerlässlich zu überprüfen, ob jemand die Angemessenheit und das Interesse für einen Job besitzt, bevor es zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch kommt. Sie sehen allerdings das Problem mit dem Datenschutz ein und wollen untersuchen, was genau passiert ist und wie sie in der Zukunft damit umgehen.

Honda begann letzten September die Daten bei Rikunabi DMP Follow zu nutzen. Ein Beamter erklärte, dass sie die Daten für ein HR Tech Test (Human Resources Technology) einzusetzen. Sie hätten die Daten angemessen verwendet und es gebe wohl keine Bedenken von ihrer Seite zu Datenschutz. Allerdings verstehen sich gleichermaßen die Kritik und verstehen, dass Studenten misstrauisch und verängstigt sind.

Toyota und Honda versichern beide, dass sie die Informationen nicht nutzten, um Bewerber für eine Einstellung abzuschätzen. Ob es allerdings wirklich keine Benachteiligung von Bewerbern gab, lässt sich aktuell nicht sagen.

Service ist bereits vom Netz

Recruit Career verkaufte über Rikunabi DMP Follow Daten von 7.983 Studenten. Es gab dabei keine Zustimmung von den Studenten für den Verkauf. Das Unternehmen sammelte über den Service, bei dem sich arbeitsuchende Studenten anmelden konnten, ihre Daten. Genauer verzeichneten sie, wann und wie oft sich die Nutzer bestimmte Firmen online angucken. Anschließend erhielten sie dadurch eine große Auswahl an möglichen Stellen und anderen passenden Dienste.

Zusätzlich half eine künstliche Intelligenz dabei die Stellenangebote zu analysieren. Sie berechnete, wie wahrscheinlich Studenten aufgrund der eigenen Interessen den Job ablehnten. Als Grundlage dafür dienten Listen von Partnerunternehmen vom letzten Jahr mit Ablehnungen, die das System verglich.

Eine Skala mit fünf Punkten schätze ein, wie wahrscheinlich Studenten die Stelle ablehnen, wenn ein Unternehmen sie ihnen anbietet. Die Daten dazu erhielten die 38 Unternehmen, was für viele nicht mit dem Datenschutz zu vereinbaren ist. Aus dem Grund beendete Recruit Career einen Tag nach bekannt werden des Skandals Rikunabi DMP Follow. Zuletzt nutzten 800.000 Stundeten in ganz Japan jährlich den Service.

Quelle: TAS

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