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Toyota will Senior-Berater stark reduzieren

Japan – Der Automobilhersteller Toyota Motor Corp. hat bekanntgegeben, dass er viele seiner Senior Berater entlassen will.

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Laut Angaben will Toyota Motor Corp. von den aktuell rund 60 Senior Beratern 52 entlassen, wenn sie keine klare Rolle bei dem Automobilhersteller haben. So will das Unternehmen seine Geschäftsführung verbessern. Bisher wurde aber nur bekannt gegeben, dass zwei ehemalige Präsidenten des Unternehmens ihren Titel als Senior Advisor verlieren, sobald die Entscheidung im Juli 2018 in Kraft tritt.

Die Entlassungsentscheidung basiert auf einer Besprechung der Personalabteilung. Bei der Versammlung bestand die Hälfte der teilnehmenden Mitglieder aus externen Direktoren. Unter anderem wurde aber bekannt gegeben, dass der als Präsident und Vorsitzende fungierende Fujio Cho, 81, und der ehemalige Stellverstrendende Vorsitzende Kosuke Ikebuchi, 81, zu den acht verbleibenden Senior Beratern gehören wird, die restlichen Mitglieder wurden aber nicht bekannt gegeben. Auch der 93-jährige Vater des derzeitigen Präsidenten wird weiterhin als Ehrenvorsitzender des Autoriesen erhalten bleiben.

Einige japanische Unternehmen haben das Beratungssystem des Unternehmens überprüft und es als hinderlich für die Entscheidungsfindung des derzeitigen Managements kritisiert. Immerhin sind viele Senior Berater ehemalige Top-Führungskräfte, deren Meinungen mit dem aktuellen Management kollidieren können. Der derzeitige Präsident des Unternehmens teilte mit, dass er die Originalität von Toyota wiederbeleben und alle mit dem Toyota Produktionssystem (TPS) vertraut machen möchte. Das TPS hat dazu beigetragen, das Unternehmen zu einem der größten Automobilhersteller der Welt zu machen.

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Die beiden Senior Berater, von denen angegeben wurde, dass sie dem Unternehmen erhalten bleiben, sollen das TPS direkt von Taiichi Ono, der das System entwickelt hat, gelernt haben. Ein Analyst der Automobilindustrie sagte aber auch, dass die Entlassung der Senior Berater als Absicht angesehen werden könnte, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die derzeitigen Mitglieder des Managements arbeiten können, ohne sich Gedanken über die ehemaligen Führungskräfte zu machen.

(Sho Hatsumi and Tomohiro Yamamoto)

Quelle Asahi Shimbun

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