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Gifu zu warm, um hochwertigen Sake zu brauen

Traditionsreiche Sake-Brauerei zieht wegen der globalen Erwärmung nach Hokkaido

Eine traditionsreiche Sake-Brauerei, die seit 150 Jahren in Nakatsugawa, in der Präfektur Gifu, tätig ist, zieht wegen der globalen Erwärmung nach Hokkaido.

Koji Yamada, Präsident und Braumeister der Sake-Brauerei Michizakura Shuzo, sagte zum Umzug: „Je kälter das Wetter ist, desto besser ist die Qualität des Sake.“

Ansteigende Temperaturen machen es schwer hochwertigen Sake zu brauen

Michizakura Shuzo wurde 1877 von Yamada Michisuke gegründet und ab Herbst wird sie den Sake in Higashikawa, in der Präfektur Hokkaido, brauen.

Die Brauerei produziert derzeit jährlich etwa 20.000 1,8-Liter-Flaschen Reiswein aus dem lokal angebauten Reis der Marke Gohyakumangoku und Quellwasser aus einem firmeneigenen Berg.
70 Prozent der Produkte werden nach Tokyo und Umgebung geliefert.

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Die in der Meiji-Ära (1868-1912) erbaute Brauerei muss nach mehr als 100 Jahren Betrieb dringend modernisiert werden. Die Kosten für Renovierungsarbeiten werden auf 50 Millionen Yen geschätzt.

Das wärmere Klima hat die Situation weiter erschwert, insbesondere für den Fermentationsprozess.

Das Reismalz und die Hefen fühlen sich bei kühlen Temperaturen am wohlsten. Nur, wenn die Zutaten zwei Wochen bis zu einem Monat in einem Raum bei etwa 5 Grad gelagert werden, vermehren sich die Hefen und die Qualität des fertigen Sakes wird verbessert.

Yamada, der fünfte Chef von Michizakura Shuzo, hatte seit etwa drei Jahren versucht, die Herausforderungen zu meistern.

Sake-Brauerei ein Glücksfall für Highashikawa

Für die 8.300 Einwohner zählende Stadt Higashikawa ist der Umzug ein Glücksfall, nicht nur, weil die Stadt eine Brauerei aufbauen wollte, sie hat auch keine eigenen Spezialitäten.

Yamada, der Higashikawa mehrmals besuchte, war beeindruckt von der hervorragenden Qualität von Reis und Wasser und entschied sich schnell, sich für das Programm der Gemeinde zu bewerben, womit Sake-Brauer angezogen werden sollten.

Nach Angaben der Japan Meteorological Agency betrug die Durchschnittstemperatur in Nakatsugawa 2019 14,0 Grad, verglichen mit 7,4 Grad in Higashikawa.

2019 zogen bereits drei Sake-Brauereien um, anders als Michizakura Shuzo erwähnten sie den Klimawandel allerdings nicht.

In Hokkaido gibt es nur 12 Brauereien. Berichten zufolge werden 80 Prozent des auf Japans nördlichster Hauptinsel konsumierten Reisweins außerhalb von Hokkaido hergestellt.

Sake ist zwar in Japan nicht mehr so beliebt, aber im Ausland wird er immer mehr getrunken. Daher gibt es viele Förderprogramme, auch von der Regierung, die mit umgerechnet 14 Millionen Euro die Herstellung von Sake für den Export fördert. Außerdem sollen die Regeln für Sake-Hersteller gelockert werden.

MA

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