Tragisches Ende einer Rettungsaktion in Japans Präfektur Ehime

Die Einwohner der japanischen Stadt Uwajima, Präfektur Ehime, berichten nach einem Erdrutsch von einem erfolglosen Rettungsversuch und betrauern den Verlust eines Mitgliedes ihrer Gemeinde.

Der Erdrutsch wurde vergangene Woche durch die starken Regenfälle und Überschwemmungen ausgelöst, die in West-Japan fast 200 Menschen das Leben kosteten. Eine Augenzeugin berichtete, dass sie am Samstagmorgen ein Geräusch hörte, das einer Explosion ähnelte. Sie musste mit ansehen, wie das Wohngebiet von einer Schlammlawine überflutet wurde und einige Häuser ins Meer schob.

Ihren Worten zufolge konnte sie nicht glauben, was sie da sah. Die Frau berichtete, wie die Nachbarstochter den Namen ihres Vaters rief. Hidefumi Izumi, 64, wurde von der Schlammlawine erfasst, als er gerade seine Karpfen im Gartenteich beobachtete. Ein ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann, Klassenkamerad und langjähriger Freund des Opfers machte sich noch am selben Tag auf die Suche nach seinem Freund.

Diese gestaltete sich aufgrund des feuchten, schweren Schlammes als immens schwierig und zwang ihn, auf schweres Gerät zurückzugreifen. Doch erst 2 Tage später, am Montagmorgen, entdeckte man einen menschlichen Kopf, nachdem Betonblöcke am Eingang zu Izumis Haus entfernt wurden. Der leblose Körper, den man unter den Trümmern hervorzog, wurde als Izumi identifiziert.

Der Verstorbene liebte das Meer und die Fische und war bekannt für sein Engagement in der lokalen Gemeinde. Er habe, nach Angaben seiner Mitbürger, jeden Tag den nahegelegenen Strand gereinigt und arbeitete nach seinem Ruhestand als Teilzeitkraft im Büro der Stadt Uwajima. Izumi galt als zuverlässiger und ernsthafter Mensch. Seine Nachbarn bleiben fassungslos ob seines Todes zurück.

Seine Klassenkameraden bezeichneten Izumi als „kompetent“. Der Verstorbene organisierte die Klassentreffen, die alle zwei bis drei Jahre stattfanden. Auch für 2020 war ein erneutes Treffen geplant. Durch die verheerenden Regenfälle der letzten Woche in West-Japan kam es zu unzähligen Erdrutschen und weit verbreiteten Überschwemmungen. Tausende Bewohner mussten in Notunterkünfte evakuiert werden, noch immer sind nicht alle Vermissten gefunden worden.

Quelle: Kyodo News

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