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Trauernder Angehöriger der Unfall-Opfer aus Tokyo fordert mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Der Mann der Frau, die letzten Freitag in Tokyo zusammen mit ihrer Tochter bei einem Autounfall starb, trat am Mittwoch vor die Presse. Er brachte seine Trauer darüber zum Ausdruck, dass er seine Zukunft ohne seine Familie verbringen muss. Gleichzeitig forderte er die Menschen auf, darüber nachzudenken, ob sie noch ein Auto führen können. Ein älterer Mann verlor die Kontrolle über seinen Wagen und verursachte den Unfall, der die Mutter und ihre Tochter an einer Straße in Tokyo in den Tod riss.

Der 32-jährige Witwer, dessen Namen nicht bekannt ist, erklärte auf der Pressekonferenz in Tokyo, wie er sich seine Zukunft bis letzte Woche vorgestellt hatte. Er wollte seine Tochter aufwachsen sehen und mit seiner Frau den Rest seines Lebens gemeinsam verbringen. Diese Zukunft sei in einem Sekundenbruchteil zerstört worden.

Seine Frau Mana und ihre Tochter Riko starben letzten Freitag, als das Auto des 87-jährigen Fahrers ihr Fahrrad touchierte. Der Mann fuhr in Ikebukuro eine Straße entlang und überfuhr eine rote Ampel. Das Auto prallte auf einen Müllwagen. Insgesamt wurden neben dem Fahrer noch neun weitere Personen verletzt. Die Polizei Tokyo bestätigte, dass menschliches Versagen den Unfall verursacht hatte.

Dieser Zwischenfall löste erneut eine Debatte darüber aus, wie Unfälle mit älteren Autofahrern in einem sich stetig veraltenden Land verhindert werden könnten. Der Witwer rief seine Mitbürger dazu auf, sich selbst kritisch zu prüfen. Sollte man auch nur im geringsten Maße daran zweifeln, bittet er jeden mit Personen in seinem Umfeld über die eigene Fahrtauglichkeit zu diskutieren. Durch dieses Nachdenken hofft der Mann, ähnliche Unfälle verhindern zu können.

Er erklärte auch, dass er den Medien Bilder seiner Frau und seiner Tochter zur Verfügung stellte, damit die Menschen „spüren“ können, was er verloren hat. Nämlich seine Frau, die in ihrem täglichen Leben immer ihr Bestes gegeben hatte und seine kleine Tochter, die nur drei Jahre leben konnte. Gleichzeitig hofft er, ältere Menschen würden sich an sie erinnern, wenn sie sich mit einem unsicheren Gefühl wieder hinters Steuer setzen.

Alte Autofahrer als Sicherheitsrisiko

Der Fahrer aus Tokyo sagte gegenüber der Polizei aus, sein Gaspedal hätte sich verklemmt, allerdings gibt es dafür bisher keinerlei Beweise. Allerdings stand der Mann zum Zeitpunkt des Unfalls weder unter Alkohol- noch unter Medikamenteneinfluss. Die Ermittler berichteten vor wenigen Tagen, dass der alte Mann in Panik geraten sein könnte, als er zunächst ein Geländer leicht berührte. Seine unkontrollierten Reaktionen führten dann zu dem tragischen Unglück.

Die generelle Zahl tödlicher Verkehrsunfälle in Japan ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Anzahl der Unfälle, die von Menschen über 75 Jahren verursacht wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 460. Allein 136 dieser Unglücke verursachten Fahrer, die entweder Pedale verwechselten oder mit der Gangschaltung Probleme hatten.

Nach einem neuen Verkehrsgesetz aus dem Jahr 2017 sind Menschen ab 75 Jahren verpflichtet, einen Arzt aufzusuchen und einen speziellen Test zu machen, wenn sie ihren Führerschein verlängern wollen. Dabei lassen sich auch erste Anzeichen von Demenz erkennen. Demenzkranke verlieren ihren Führerschein mit sofortiger Wirkung.

Der Fahrer aus Tokyo, der einst ein hohes Amt in der Politik bekleidete, unterzog sich 2017 ebenfalls einem solchen Test. Zu diesem Zeitpunkt habe es keine Beeinträchtigungen gegeben. Die Zahl der Menschen, die freiwilligen auf ihren Führerschein verzichten, ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Polizei erklärte aber auch, wie schwer es sei, ältere Menschen von diesem Schritt zu überzeugen. Für viele spielt das Auto im täglichen Leben immer noch eine sehr wichtige Rolle.

Quelle: AS

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