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Trauriger Negativrekord: Japan verzeichnet so wenig Geburten wie noch nie

Der rasante demographische Wandel in Japan scheint unaufhaltbar: im Jahr 2016 fiel die Zahl der Neugeborenen erstmals unter die 1-Millionen-Marke. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Freitag vom Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Sozialwesen vorgelegt wurde.

Japan hat schon seit Jahren mit einem rasant fortschreitenden demographischen Wandel zu kämpfen. Nirgendwo sonst haben die Menschen eine so hohe Lebenserwartung bei einem gleichzeitigen Rückgang der Geburtenrate. Ein Viertel der Bevölkerung ist schon heute mindestens 65 Jahre alt. Die Überalterung der japanischen Gesellschaft und der damit verbundene Rückgang der Erwerbsbevölkerung könnten verheerende Auswirkungen auf das System der sozialen Sicherung haben. Aus diesem Grund suchen Politik und Wirtschaft schon seit Jahren nach Lösungen, um den demographischen Wandel aufzuhalten. Die jüngsten Zahlen des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Sozialwesen offenbaren allerdings, dass noch lange keine adäquate Lösung gefunden zu sein scheint.

Demographischer Wandel in Japan: Die Bevölkerung altert und schrumpft

Im Jahr 2016 sind ca. 1,3 Millionen Menschen verstorben. Die Zahl ist weitaus höher als die Zahl der Neugeburten. Damit verzeichnet Japan den höchsten Bevölkerungsrückgang seit den 1970er Jahren. Laut Regierungsstatistiken wurden 977.979 Babys im Jahr 2016 geboren. Das ist ein Rückgang von 28.698 Neugeborenen im Gegensatz zum Jahr 2015. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1899 war die Zahl noch nie so niedrig. Die Zahl der Todesfälle stieg dagegen ebenfalls. Mit 1.307.765 Verstorbenen erreicht das Land damit die höchste Zahl seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Seit dem „Babyboom“ der 70er in Japan sind die demographischen Zahlen immer weiter zurückgegangen. Während in den 70ern noch mehr als 2 Millionen Japaner das Licht der Welt erblickten, waren es 1984 nur noch knapp 1,5 Millionen. Im Jahr 2005 dann nur noch knapp 1,1 Millionen.

Zur Zeit liegt der Kindesdurchschnitt bei 1,44 Kindern pro Frau. 2015 lag dieser noch 0,01 Prozentpunkte höher. Um die japanische Bevölkerung zu erhalten, und dem Negativtrend entgegenzuwirken, sollte Japan eine Fruchtbarkeitsrate von 2,07 aufweisen.
Die Zahlen zeigen, dass es der Regierung schwer fallen wird, die Zahl der Geburten bis 2025, wie geplant, auf 1,8 anzuheben. Die Erhebung der Regierung zeigt auch, dass Frauen in der 20er und 30er Jahren weniger Kinder bekamen als im Jahr 2015. Frauen in den 40ern bekamen hingegen mehr Kinder als im Jahr zuvor.

Quelle: Kyodo News

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3 Kommentare

  1. Auch wenn es wirtschaftlich katastrophal sein mag, so denke ich auch wie fragmaster.

    Ich wäre für einen Geburtenrückgang auf der ganzen Welt. Wir müssen nicht so viele sein. Jeder Einzelne von uns verbraucht am Tag eine Menge Wasser, Nahrungsmittel, Wohnraum etc. Hochgerechnet in Deutschland, wo mindestens 85 Mio. Menschen leben… pro Tag. 85 Millionen, die konsumieren… Wie soll das weitergehen in Zukunft?

  2. Fragmaster@ Weil Japan binnen der nächsten Jahrzehnte somit endgültig den wirtschaftlichen Abgrund hinabstürzen wird. Das Problem der Überbevölkerung betrifft weniger Staaten wie Japan, Deutschland oder die USA, sondern Länder wie Indien, China, Bangladesch, wo die Armut auch viel deutlicher zu Tage tritt. Allerdings sind die Japaner auch selber Schuld an dem demographischen Desaster. Wenn die Leute teils nichts anderes mehr tun als nur noch zu arbeiten, der kann eben auch keine Familie gründen. Japan ist so verzweifelt bemüht seinen Wohlstand aufrechtzuerhalten, dass es andere grundlegende Dinge zu vergessen scheint.

  3. Warum traurig? Eigentlich eher umgekehrt, wenn man bedenkt, dass der Planet unter chronischer Überbevölkerung leidet und von dieser zerstört wird.

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