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Trostfrauen-Statue beendet die Partnerschaftsbeziehung von Osaka und San Francisco

Eine Trostfrauen-Statue in San Francisco hatte schon vor einiger Zeit für Spannungen zwischen den beiden Partnerstädten gesorgt. Nun beendete Osaka die Städte-Partnerschaft nach über 60 Jahren.

Jeff Creatan, Kommunikationschef Bürgermeisters von San Francisco, sagte am Mittwoch in einem Statement: „Es ist bedauernswert, dass (Osakas) Bürgermeister (Hirofumi) Yoshimura die Verbindung zwischen den Regierungen von San Francisco und Osaka nicht weiter aufrechterhalten möchte“. Am Dienstag erhielt das Büro einen 10-seitigen Brief von Yoshimura, in dem er San Francisco über die Beendigung der Beziehungen informierte. Darin schrieb Osakas Bürgermeister, es sei „ernsthaft enttäuschend“ gewesen, dass Breeds Vorgänger Edwin Lee die Dokumente unterzeichnete, die die Akzeptanz der Statue durch die Stadt formalisierten. Der Brief traf kurz vor dem 61. Jahrestag der Partnerschaft ein

Das Kunstwerk, das ein Monument für die Zwangsprostituierten in Asien im zweiten Weltkrieg darstellt, sorgte für jede Menge Unmut in Osaka. Sie stellten mehrfach die Bitte, diese Statue, die von einer privaten Organisation gestiftet wurde, nicht zu akzeptieren. Yoshimura sagte, die Inschrift sei sowohl unsicher als auch sehr einseitig formuliert. Dabei geht es ihm vor allem um den Umfang der Beteiligung des Japanischen Militärs an und mit Bordellen und den Grad des erbrachten Schadens. Diese Informationen seien seiner Meinung nach nicht sicher korrekt.

Zu sehen sind drei Mädchen – chinesisch, koreanisch und philippinisch – die ihre Hände halten. Sie sollen die Trostfrauen symbolisieren, die im zweiten Weltkrieg dazu gezwungen wurden, in Bordellen für das japanische Militär zu arbeiten. Es soll an die Taten und deren Auswirkungen erinnern und ein Tribut an all diese Frauen und Mädchen darstellen. Mit dieser Gedenkstatue ist San Francisco die erste US amerikanische Stadt, die ein Monument für Zwangsprostituierte errichtete. Danach wurden im ganzen Land ähnliche Statuen aufgebaut.

Das Ende der Städtepartnerschaft

Schon 2015 legte das San Francisco Board of Supervisors einen Beschluss zur Errichtung des Denkmals vor. Von diesem Zeitpunkt an hatten Yoshimura und sein Vorgänger Toru Hashimoto fast 10 Briefe an die Regierung der amerikanischen Stadt gesendet, in denen sie die Errichtung verurteilten.
Im September letzten Jahres wurde das Monument aufgestellt und dann an die Regierung San Franciscos gespendet. Im Dezember kündigte Yoshimura dann seine Entscheidung zur Beendigung der Partnerschaft an. Er verschob dies jedoch, als der damalige Bürgermeister von Frisco, Edwin Lee, überraschend verstarb. Er erfragte dann eine Auskunft über die geplante Politik des neuen Bürgermeisters im Bezug auf die Statue. Doch als diese nicht bis zum gewünschten Termin Ende September ankam, traf Yoshimura seine Entscheidung.

Diesen September wurde bereits das einjährige Jubiläum der Errichtung des Monumentes gefeiert. Anwesend waren auch Bürger aus Osaka. Doch auch wenn die Städtepartnerschaft offiziell beendet ist, werden beide Städte nicht vollständig auseinander gehen. Durch die entsprechenden Städte-Komitees in Osaka und San Francisco werden die zwischenmenschlichen Beziehungen weiterhin gepflegt werden.

Quelle: Kyodonews

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