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Selbst Rückerstattung des Ticketpreis wurde nicht gewährt

Trotz Coronavirus: Veranstaltung in Saitama zieht 6.500 Besucher an

In Japan sind viele Veranstaltungen ausgefallen, um die Ausbreitung des Coronavirus in Japan zu verlangsamen, allerdings scheint den Veranstaltern des K-1 World GP, Schutz ziemlich egal zu sein.

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Am 22. März fand die Kampfkunstveranstaltung trotzdem in Saitama statt und 6.500 Menschen waren zu Gast.

Präfekturverwaltung bat Veranstalter mehrmals um Zusammenarbeit

„Es ist bedauerlich, obwohl wir die Veranstalter mehrmals um Zusammenarbeit gebeten haben“, sagte der Gouverneur von Saitama, Motohiro Ono, in einer Erklärung, nachdem das K-1 World GP-Event in der Saitama Super Arena stattgefunden hatte.

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Ein Expertengremium der Zentralregierung forderte am 19. März die Organisatoren von Großveranstaltungen auf, Vorsicht walten zu lassen, einschließlich der Absage der Veranstaltung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Yasutoshi Nishimura, Staatsminister für wirtschaftliche Wiederbelebung, forderte die Präfektur auf, den Veranstalter zu drängen, die Veranstaltung nicht abzuhalten.

Veranstalter ignorierten Aufforderung

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Die Organisatoren der Veranstaltung gaben an, dass sie vorbeugende Maßnahmen gegen das Virus vollständig umgesetzt haben, z. B. das Verteilen von Gesichtsmasken für alle Zuschauer, die Bereitstellung von Thermometern, mit denen sie ihre Temperaturen am Eingang messen können und das Offenhalten der Türen, um die Belüftung zu verbessern.

Takumi Nakamura, Produzent des K-1-Events, sagte auch, dass die Fans verpflichtet seien, ihre Namen, Adressen und Telefonnummern am Eingang anzugeben, damit die Organisatoren die Wege möglicher Infektionen verfolgen könnten.

Nach Angaben der Veranstalter wurden keine Ticketrückerstattungen für diejenigen gewährt, die nicht zur Veranstaltung gehen wollten.

Ein Zuschauer sagte, wiederholte Ankündigungen hätten die Zuschauer angewiesen, ihre Gesichtsmasken zu tragen, aber einige Fans entfernten sie in der Aufregung der Kämpfe.

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Koji Wada, Professor an der Internationalen Universität für Gesundheit und Soziales, der sich auf Fragen der öffentlichen Gesundheit spezialisiert hat, sagte, die Organisatoren würden heftiger Kritik ausgesetzt sein, wenn die Veranstaltung einen Infektionscluster verursacht habe.

„Unternehmer sollten zuerst ernsthaft über die Risiken von Gruppeninfektionen nachdenken“, so Wada.

MA

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