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Trotz Forderungen aus Politik und Wirtschaft

Trotz Energiekrise will Japan keine neuen Atomkraftwerke

Japan will, trotz der zunehmenden Energiekrise, keine neuen Atomkraftwerke bauen. Allerdings denkt das Land darüber nach, stillgelegte Kraftwerke wieder in den Betrieb zu nehmen.

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„Angesichts der Ukraine-Krise und der Besorgnis über eine Stromversorgungskrise werden wir das Beste aus dem machen, was wir haben, auch aus der Kernenergie“, sagte Wirtschafts-, Handels- und Industrieminister Koichi Hagiuda auf einer Pressekonferenz.

Forderung nach Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken in Japan

In der vergangenen Woche hat das Industrieministerium einen Zwischenbericht über eine Strategie für saubere Energie, um Japan CO₂-neutral zu machen. Der Bericht erwähnt die Reaktivierung von Atomkraftwerken, um die Energiesicherheit zu gewährleisten, wobei die Betriebssicherheit im Vordergrund steht.

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Es mehren sich mittlerweile in der japanischen Wirtschaft die Forderungen, nach einer Klärung der Rolle der Atomenergie, da immer mehr Reaktoren die maximale Betriebsdauer von 40 Jahren erreichen. Zudem gibt es große Hürden für den Betrieb von Reaktoren, sodass das Schicksal der Atomenergie in Japan ungewiss ist.

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Mittlerweile werden auch die Stimmen innerhalb der Politik nach einem Neustart von Atomreaktoren in Japan lauter, insbesondere innerhalb der LDP.

Am Montag forderte die japanische Industrie- und Handelskammer die Agentur für natürliche Ressourcen und Energie, ein Gremium des Industrieministeriums, auf, den Status der Atomenergie in der Energiestrategie der japanischen Regierung zu klären, und forderte die schnelle Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kernreaktoren.

Neustart von Reaktoren nicht ganz so einfach

Die aktuelle Energiestrategie der japanischen Regierung sieht vor, dass der Anteil der Atomenergie an der gesamten Stromerzeugung des Landes im Jahr 2030 bei 20 bis 22 Prozent liegen wird.

In Japan sind derzeit 10 der 36 Atomkraftwerke wieder in Betrieb, nachdem nach der Katastrophe am 11. März 2011 in Fukushima strengere Sicherheitsvorschriften erlassen wurden.

Ein schneller Neustart ist allerdings für Japan nicht so einfach, da die Atomaufsichtsbehörde (NRA) auf die Umsetzung der strengen Sicherheitsvergiftungen pocht und Inbetriebnahmen in der jüngsten Vergangenheit immer wieder untersagt hat.

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