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HomeNachrichten aus JapanTrotz Reform gibt es kaum Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen in Japan

Reform so gut wie unwirksam

Trotz Reform gibt es kaum Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen in Japan

Ein Jahr ist die Reform der Arbeitsbedingungen in Japan nun in Kraft, doch für die Mehrheit der Japaner hat sich bisher nichts geändert.

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Eigentlich sollte die Reform der Arbeitsbedingungen in Japan dafür sorgen, dass japanische Arbeitnehmer weniger Überstunden machen müssen. Doch laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Workport Inc. hat sich für knapp 80 Prozent der Arbeitnehmer in Japan nichts geändert.

Nur bei 7,5 Prozent haben sich die Arbeitsbedingungen verbessert

Zwar gaben 31,1 Prozent an, dass das Unternehmen, für das sie arbeiten, ihre Arbeitsbedingungen angepasst habe, allerdings gaben 79,6 Prozent auf die Frage, ob sich die Arbeitsbedingungen spürbar geändert haben, „nein“ an. Nur 7,5 Prozent der Befragten gaben an, dass es sich verbessert habe. 12,9 Prozenten sagten, dass sich die Situation verschlechtert hat.

Der Arbeitsstil habe sich zwar geändert, allerdings nur um die Arbeitseffizienz zu steigern, außerdem wird nun immer häufiger Arbeit mit nach Hause genommen.

37,9 Prozent der Befragten sind nicht zufrieden mit der Reform der Arbeitsbedingungen, 6,1 Prozent haben an, dass sie sehr zufrieden sind.

Weniger Überstunden, bessere Bezahlung und Gleichstellung

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Laut der Reform dürfen die jährlichen Überstunden nicht mehr als 720 betragen, monatlich dürfen maximal 100 Überstunden angesammelt werden. Außerdem ist die ungerechte Behandlung von nicht regulären Arbeitnehmern verboten und es gilt, gleiches Entgelt für die gleiche Arbeit.

Zwar wurden Strafen für Unternehmen in der Reform festgelegt, diese wurden allerdings bisher noch nicht verhängt.

Immer wieder kommt es in Japan zu Diskussionen über die Arbeitsbedingungen. Besonders in der Anime-Industrie gibt es immer wieder Fälle von schlecht bezahlten Arbeitnehmern und häufige Überstunden, aber auch Mitarbeiter im Einzelhandel sind betroffen.

Quelle: JN

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