Anzeige
HomeNachrichten aus JapanTsunami-Opfer aus Sendai wird nach neun Jahren endlich identifiziert

Familie kann Verstorbene endlich beerdigen

Tsunami-Opfer aus Sendai wird nach neun Jahren endlich identifiziert

Neun Jahre ist es bereits her, dass das Tohoku-Erdbeben einen Tsunami auslöste, der zahlreiche Orte zerstörte. In den Fluten starben mehr als 15.000 Menschen und viele werden weiterhin noch vermisst. Dazu wurden ebenfalls bereits mehrere Personen gefunden, bei denen jedoch keiner weiß, wer sie sind. Am Wochenende gelang es jetzt, eins der Tsunami-Opfer nach neun Jahren endlich zu identifizieren.

Anzeige

Am Sonntag teilte die japanische Polizei freudig mit, dass sie den Körper einer 99 Jahren alten Frau identifizieren konnten. Die ältere Frau lebte allein in dem Minamihamacho-Bezirk der Stadt Ishinmaki, Miyagi, als sie vom Tsunami mitgerissen wurde. Mai 2011 wurde sie etwa 13 Kilometer entfernt im Wasser von Fischern gefunden und an Land gebracht.

DNA-Test und Rekonstruktionen

Ihr Körper war so stark verletzt, dass es für die Polizei schwierig war, herauszufinden, wer sie ist. Da Fotos nicht möglich waren und es sonst bei der Frau keine Hinweise auf die Herkunft gab, mussten die Behörden anders an den Fall herangehen. Dank des Fundortes des Körpers konnten sie in etwa berechnen, wo sie gelebt hat.

LESEN SIE AUCH:  9 Jahre nach dem Tsunami von 2011 werden immer noch tausende Menschen vermisst

Ebenfalls führten sie eine Analyse der mitochondrialen DNA durch, um Verwandte zu finden. Zusätzlich wurde das Gesicht der Frau auf Grundlage der Knochenstruktur rekonstruiert, um ihre Identität zu klären. Dank all den Faktoren gelang es mithilfe der Verwandten die Frau zu identifizieren.

Suche geht für Behörden weiter

Der 79-jährige Neffe freute sich über die Nachricht von der Identifizierung. Reportern erklärte, dass er dankbar dafür ist, dass nach ihrer Identität selbst nach neun Jahren noch gesucht wurde. Er sei sehr glücklich, dass sie nun endlich seiner Tante die letzte Ehre erweisen können. Dafür muss die Familie allerdings noch ein wenig warten. Erst am 2. Juli wird die Stadtregierung von Ishinomaki die sterblichen Überreste übergeben.

Anzeige

Tatsächlich arbeiten die Behörden immer noch daran, unbekannte Opfer den Verwandten zu übergeben. In der Präfektur Miyagi gibt es zurzeit noch sieben Körper, die noch nicht identifiziert wurden. Die Präfekturpolizei motiviert deswegen weiter dazu Informationen zu teilen und weiter nach Vermissten zu suchen. Möglicherweise befindet sich eine der Personen bei ihnen.

MS

Anzeige
Anzeige