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HomeNachrichten aus JapanTunnelbohrarbeiten für die Magnetschwebebahn in Japan verzögern sich

Projekt kommt nicht voran

Tunnelbohrarbeiten für die Magnetschwebebahn in Japan verzögern sich

Die Tunnelbohrarbeiten für die Magnetschwebebahn „Maglev“, die Tokyo mit Nagoya verbinden soll, liegen mittlerweile deutlich hinter dem Zeitplan zurück, was den geplanten Starttermin der Strecke im Jahr 2027 weiter ins Wanken bringt.

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Die Central Japan Railway (JR Tokai) teilte am 9. August mit, dass ein Teil des Bohrgeräts defekt ist, wodurch sich die Aushubarbeiten weit hinter dem Zeitplan befinden.

Tunnelbohrarbeiten kämpfen immer wieder mit Problemen

Die Tunnelbohrarbeiten in einer Tiefe von mehr als 40 Metern, bei denen eine Schildmaschine zum Einsatz kommt, begannen letzten Herbst in Tokyo.

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JR Tokai plant, die Ausrüstung bis Ende Dezember zu reparieren und die Bohrarbeiten bis Juni nächsten Jahres wieder aufzunehmen.

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Obwohl JR Tokai erklärte, dass der Gesamtzeitplan im Moment nicht beeinträchtigt wird, ist unklar, ob die Aushubarbeiten reibungslos verlaufen werden.

Das Unternehmen plant, die Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn zwischen dem Shinagawa-Bahnhof in der japanischen Hauptstadt und dem Nagoya-Bahnhof im Jahr 2027 in Betrieb zu nehmen, später soll die Strecke bis Osaka ausgebaut werden. Experten gehen allerdings durch die ganzen Probleme, die das Projekt bereitet, davon aus, der geplante Starttermin sei nicht mehr haltbar.

Nahezu 90 Prozent der 286 Kilometer langen Magnetschwebebahnstrecke zwischen Tokio und Nagoya werden in Tunneln verlaufen.

Die Gesamtkosten der Strecke belaufen sich mittlerweile auf 10,5 Billionen Yen (ca. 75 Milliarden Euro).

Im Oktober letzten Jahres begann JR Tokai mit einer Untersuchung, um die Auswirkungen auf die Umgebung zu ermitteln, indem es etwa 300 Meter vom 90 Meter tiefen Notausgang Kita-Shinagawa im Tokyoter Bezirk Shinagawa horizontal ausbaggerte.

Das Unternehmen plante, die Untersuchung in etwa sechs Monaten abzuschließen, die Ergebnisse den örtlichen Gemeinden mitzuteilen und dann weiter in Richtung Nagoya zu bohren.

Bisher nur etwa 50 Meter geschafft

Nach Angaben von JR Tokai sind die Tunnelbohrarbeiten jedoch nur um etwa 50 Meter vorangeschritten, da sich die Grabeffizienz seit Februar nicht verbessert hat.

„Als wir die Grabungsgeschwindigkeit erhöhten, ging ein Teil der Maschinen kaputt“, so ein Sprecher von JR Tokai. „Die Erde blieb an den Messern hängen, sodass es unmöglich war, zu graben.“

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