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UN-Rechtsexperte drängt Japan, die Rückkehr der Bürger nach Fukushima zu stoppen

Zu hohe Strahlungswerte wecken Zweifel und Sorgen bei der UN

Die japanische Regierung soll laut einem Menschenrechtsexperten der UN die Rückkehr der Bürger nach Fukushima stoppen. Das Land plant, die 2011 von der Atomkatastrophe Vertriebenen wieder zurück in ihre Heimatstadt zu schicken. Doch laut der UN sind die Strahlungswerte weiterhin viel zu hoch.

Am Donnerstag erklärte der spezielle Berichterstatter für gefährliche Stoffe der UN, Badkut Tncak, dass diese Entscheidung ein Fehler sei. Außerdem kritisierte er die schrittweise Beseitigung der Evakuierungsbefehle. Denn für die meisten der bestrahlten Bereiche in Fukushima haben sie diese bereits aufgehoben. Und in fünf Jahren will die Regierung auch für fast alle kontaminierten Bereiche diese Befehle aufgehoben haben. Er sagte „Die schrittweise Beseitigung der Evakuierungsbefehle hat den Menschen, deren Leben bereits von dem schlimmsten nuklearen Desaster dieses Jahrhunderts getroffen wurde, enorme Belastungen auferlegt. Viele von ihnen fühlen sich gezwungen, in nicht sichere Bereiche zurück zu kehren.“

In Fukushima sind die Strahlungswerte deutlich über der 1-Millisievert-Grenze

Tuncak betonte seine Bedenken, Menschen in Gebiete in Fukushima zurück zu schicken, in denen die Strahlungswerte höher sind als 1 Millisievert pro Jahr. Denn sind die Werte höher, kann die Strahlung starke negative Effekte vor allem auf Kinder und jüngere Frauen haben. Nach der Katastrophe hat Japan das jährlich akzeptable Strahlungslevel auf 20 Millisievert erhöht. Damit sinken die Sorgen um die Gesundheit der Bürger jedoch nicht. Viel eher werfen sie Fragen zu den Strahlungswerten und der tatsächlichen Gefahr für alle, die zurückkehren, auf. Deshalb kritisierte Tuncak gemeinsam mit zwei weiteren Experten für Menschenrechte schon im August die Entscheidungen der japanischen Regierung. Damals sagte er, sie würden die Leben von Zehntausenden aufs Spiel setzen, die sie für Säuberungsoperationen nach Fukushima und in das zerstörte Atomkraftwerk schicken.

Die japanische Regierung bestreitet die Vorwürfe. Sie sagen, die Sicht der UN basiere auf sehr einseitigen Informationen. Daher würden sie bloß unnötige Ängste über Fukushima aufbringen. In ihren Augen ist eine Rückkehr in keinem Fall gefährlich und die Kritik somit ungerechtfertigt.

Quelle: KyodoNews

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