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Anwaltskammer fordert Abschaffung dieser Regeln

Über 80 Prozent der Junior High Schools in Fukuoka haben Regeln für die Farbe der Unterwäsche

Mehr als 80 Prozent der städtischen Junior High Schools in der japanischen Stadt Fukuoka haben Regeln für die Farbe der Unterwäsche und viele bestimmen auch die Farbe oder Länge der Haare und Augenbrauen.

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Laut der Anwaltskammer in Fukuoka werden in vielen Fällen disziplinarische Maßnahmen ausgesprochen, wenn ein Schüler gegen diese Regeln verstößt.

Regeln vieler Junior High Schools zwingen Schüler Unterwäsche auszuziehen

In ihrem Bericht werden diese Regeln als Verstöße gegen die Menschenrechte bezeichnet. Auch dass Schüler gezwungen werden, bei Verstößen die beanstandete Unterwäsche in der Schule auszuziehen oder ihre Haare zu waschen, wenn sie gestylt sind.

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Die Anwaltskammer plant, im Februar 2021 ein Symposium abzuhalten und will den Schulen Vorschläge unterbreiten, wie sie ihre aktuellen Regeln überarbeiten können.

Der Bericht der Anwälte geht auf eine Anfrage an die Stadtverwaltung von Fukuoka zurück, in der sie um Details zu den Regeln aller 69 Mittelschulen bat. Außerdem wurden einige Schüler, Eltern und Lehrer befragt, um festzustellen, ob es noch weitere Regeln gibt, die nicht in den Regeln der Schulen dokumentiert sind.

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Die Regeln, die in den Handbüchern und anderen Unterlagen der 69 Schulen gefunden wurden, sind 62 Vorschriften über den Stil und die Länge der Haare der Schüler, 58 Vorschriften beziehen sich auf die Haarfarbe, 57 Vorschriften beziehen sich auf die Farbe der Unterwäsche und 56 Vorschriften beziehen sich auf die Augenbrauen.

In einigen Fällen besagen die Regeln, dass ein Schüler, der gegen die Regeln verstößt, dazu gebracht wird, sein Haar zu waschen, falls Haarprodukte darin gefunden werden, dass Augenbrauen geschnitten und angezeichnet werden dürfen, bis sie wieder gewachsen sind und auch, dass Schüler dazu gebracht werden, die Unterwäsche in der Schule auszuziehen.

Lehrer drohen Schülern

Eine bemerkenswerte Anzahl von Schulen hatte Regeln, dass Unterwäsche weiß sein muss. Vorschrift ist es auch oft, dass Frisuren wie der Undercut, ein Schnitt, bei dem die Seiten des Kopfes kurz getrimmt wird, während der obere Teil lang gelassen wird, verboten sind.

Die Anwältin und Mitglied der Fukuoka Bar Association, Tami Sagawa, sagte bei der Vorstellung des Berichts: „Es ist problematisch, dass die Schüler, auch wenn sie selbst Zweifel an den Schulregeln haben, nichts tun können, weil ihnen von den Lehrern gesagt wird, dass sich das auf ihr Zeugnis auswirke.“

Das Fukuoka Municipal Board of Education sagte zum Bericht: „Wir raten jeder Schule, unvernünftige und irrationale Regeln zu überprüfen. Wenn es Schulregeln gibt, die Menschenrechtsverletzungen darstellen, werden wir sie anweisen, diese zu überarbeiten.“

Die skurrilen Schulregeln sorgen in Japan immer mehr für Diskussionen, immer mehr Schulen haben damit begonnen Regeln abzuschaffen, nachdem es einige Proteste gegeben hat.

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