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Überlebende von Hiroshima Atombombe fordert Verbot von Atomwaffen bei Friedensnobelpreis-Vergabe

Setsuko Thurlow, eine Überlebende der Hiroshima Atombombe, sprach sich am Sonntag bei der Verleihung des Friedensnobelpreises für einen Bann von Atomwaffen aus.

Während der Überreichung des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) richtete Setsuko Thurlow einen Appell an die Welt. Sie überlebte mit nur 13 Jahren den Abwurf der „Little Boy“ Atombombe auf Hiroshima und sprach dieses Jahr in Oslo als leitende Aktivistin der ICAN über ihre Kampagne. Thurlow sagte, dass die Druckwelle der Bombe sie 1945 förmlich unter Trümmerteilen begraben habe. Sie konnte aber ein Licht sehen und hat es dadurch geschafft sich aus den Ruinen heraus zu kämpfen und zu überleben. „Dieses Licht ist nun das Abkommen zum Bann von Atomwaffen. Ich wiederhole die Worte, die mir in den Ruinen von Hiroshima zugerufen wurden: ‚Gib nicht auf. Bewege dich weiter. Siehst du das Licht? Krabbele darauf zu'“.

Es steht noch ein langer Weg bevor

Der Vertrag zum Bann von Atomwaffen wurde bisher schon von 56 Ländern unterschrieben. Allerdings befinden sich darunter keine der großen Atommächte wie die USA oder Russland. Außerdem haben bisher erst drei Länder den Vertrag offiziell ratifiziert. Damit der Vertrag bindend wird, müssen das aber mindestens 50 Ländern tun.

Beatrice Fihn, die Vorsitzende der ICAN, nahm den Friedensnobelpreis zusammen mit Setsuko Thurlow entgegen. Auch wenn der Vertrag noch nicht von allen Ländern rechtskräftig gesprochen wurde, sagt Fihn, dass es „durch den Vertrag endlich eine unumstößliche Norm gegen Atomwaffen“ gebe. „Das ist der Weg nach vorne. Es gibt nur einen Weg die Nutzung von Atomwaffen sicher zu verhindern, und das ist das Verbot und die Zerstörung von diesen“, so Fihn.

Die Nuklearangriffe auf Hiroshima und Nagasaki

Am 6. August 1945 ließ der amerikanische Präsident Harry S. Truman eine Atombombe auf Hiroshima abwerfen. Etwa 70.000 Menschen waren sofort tot, mindestens ebenso viele starben später an den Folgen der Verstrahlung. Am 9. August wurde die Stadt Nagasaki ebenfalls von einer amerikanischen Atombombe getroffen. Weitere 60.000 Menschen starben und Japan kapitulierte. Die damalige Regierung der USA rechtfertigte die Bombardierungen mit dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor vier Jahre zuvor. Zudem sollten die Atombomben den Krieg abkürzen und Leben erhalten, so Truman damals.

Bild: Tim Wright / Flickr (Lizenz)

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