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HomeNewsÜberwachung von Mitarbeitern in Homeoffice sorgt in Japan für Datenschutzbedenken

Zusätzlicher Druck für Arbeitnehmer

Überwachung von Mitarbeitern in Homeoffice sorgt in Japan für Datenschutzbedenken

Die Überwachung von Mitarbeiten, die im Homeoffice arbeiten, sorgt in Japan für Datenschutzbedenken.

Viele Unternehmen setzten mittlerweile Software ein, um ihre Arbeitnehmer zu überwachen. Dabei wird nicht nur ermittelt, wie lange sie von zu Hause aus arbeiten, sondern auch die Namen aller Dateien auf den PC, zudem wird häufig die Betreffzeile in E-Mails protokolliert und aufgezeichnet, welche Webseiten die Arbeitnehmer besuchen.

Überwachung im Homeoffice geht sehr weit

Solche Software kommt in immer mehr Unternehmen zum Einsatz, die Daten werden dann an das Management weitergegeben.

Mehrere Unternehmen argumentieren, das so eine Software eingesetzt wird, um Überstunden zu verhindern. Eine Aussage, die Datenschützer allerdings für eine Ausrede halten.

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Einige Programme gehen bei der Überwachung so weit, dass sie in bestimmten Intervallen Screenshots des Bildschirms machen, auch Aufnahmen von Laptop-Kameras sind keine Seltenheit.

Laut einer Studie von Persol Research and Consulting gehen 40 Prozent der Unternehmen davon aus, dass Mitarbeiter im Homeoffice ihre Aufgaben nicht richtig erledigen.

Die Labor Lawyers Association of Japan schrieb in einer Stellungnahme zum Homeoffice im Februar, dass es ein Problem ist, dass Arbeitgeber ständig den Arbeitsfortschritt der Mitarbeiter überwachen. Eine Arbeitszeiterfassung ist normal, aber viele Unternehmen gehen zu weit.

Mitarbeiter unter Druck

Insbesondere der Fall einer Frau, die als Redakteurin arbeitete, hatte für Aufsehen gesorgt.

Die Frau hat im Januar begonnen zu Hause zu arbeiten und ihr Arbeitgeber hatte mit einer Software ihren Computer mehrmals überprüft.

Damit wollte das Unternehmen die Produktivität verbessern, da es für die Mitarbeiter weniger Gelegenheiten gab, sich mit Vorgesetzten auszutauschen.

Für die Frau war dies allerdings nur eine Ausrede, denn der Druck hatte sich im Homeoffice noch einmal erhöht, so das sie wenig später kündigte.

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