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Betreiber TEPCO will sich mit der Problematik genauer befassen

Ufermauer von Fukushima Daiichi könnte Tsunamis weiterhin nicht standhalten

Nachdem 2011 ein durch ein Erdbeben ausgelöster Tsunami am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zu einer nuklearen Katastrophe geführt hatte, wurden die Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut. Unter anderem wurde die Ufermauer verbessert, die während der Katastrophe deutlich zu niedrig war. Experten sagen jetzt allerdings, dass sie immer noch nicht ausreicht.

Am Dienstag veröffentlichte ein Expertengremium der Regierung einen Bericht zu den Auswirkungen eines Mega-Bebens. Es gilt mittlerweile als gesichert, dass es in den nächsten 40 Jahren zu dem zerstörerischen Erdbeben kommen wird, weswegen die Regierung versucht sich darauf vorzubereiten. Laut dem Bericht könnte allerdings die Ufermauer auch diesmal einem Tsunami nicht standhalten.

Angst vor Kontaminierung

Wenn es zu einem derartig schweren Beben kommt, geht das Gremium von einer Tsunamiwelle von bis zu 13,7 Meter aus. Mit der Größe könnte sie direkt auf die Stadt Futaba in Fukushima treffen, der Standort des zerstörten Kernkraftwerks. Das Problem dabei ist, dass die aktuelle Ufermauer deutlich niedriger ist.

Mehr zum Thema:  Mangel an Schutzkleidung trifft Arbeiter am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi

Die Wand hat nur eine Höhe von elf Metern und wurde auf der Seite des Geländes errichtet, die zum Ozean zeigt. Die Mauer könnte demnach zwar das Wasser abbremsen, es jedoch nicht komplett aufhalten. Das würde wiederum die Gefahr in den Raum stellen, dass das Wasser in die Anlage eindringt und in den kontaminierten Bereich gelangt sowie das Kühlsystem lahmlegt.

TEPCO nimmt Bericht ernst

Die Mauer ist allerdings nur eine von mehreren Maßnahmen gegen den Tsunami. Ebenfalls gibt es ein System zur Blockierung der Öffnungen der Reaktorgebäude und die Stromversorgungen für die Kühlung wurde auf eine höhere Ebene verlegt.

Zusätzlich wird versichert, dass der aktuelle geschätzte Tsunami die 1.000 Tanks mit radioaktivem Wasser nicht erreichen kann, da sie in einer höher gelegenen Verbindungsanlage sind. Der Betreiber Tokyo Electric Power Company (TEPCO) möchte die Schätzungen trotzdem ernst nehmen und prüfen. Es soll danach überlegt werden, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden.

NH

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