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HomeNachrichten aus JapanUmfragewerte des japanischen Premierministers sinken weiter

Schub durch die Olympischen Spiele bleibt aus

Umfragewerte des japanischen Premierministers sinken weiter

Laut einer aktuellen Umfrage sind die Umfragewerte des japanischen Premierministers zum ersten Mal unter 30 Prozent gesunken. Zwar werden die Olympischen Spiele als positiv gewertet, aber das kann die Kritik an der Reaktion auf die Pandemie nicht ausgleichen.

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Bei der letzten Umfrage im Juli lagen die Umfragewerte noch zwischen 31 und 35 Prozent, mittlerweile sind sie auf 28 Prozent gesunken.

Hoffnung auf steigende Umfragewerte verpufft

Eigentlich hatte sich der japanische Premierminister durch die Olympischen Spiele steigende Umfragewerte erhofft, da im Herbst Wahlen in Japan anstehen.

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Die aktuelle Umfrage ergab, dass 56 Prozent der Wähler mittlerweile die Entscheidung, die Olympischen Spiele trotz der Pandemie in Tokyo abzuhalten, als richtig ansehen. 32 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Allerdings sagten nur 32 Prozent der Befragten, dass die Spiele keinen Einfluss auf das Pandemiegeschehen in Japan hatten, 54 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

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Trotzdem stieg die Missbilligung des Kabinetts auf 53 Prozent, in der vorherigen Umfrage lag sie bei 49 Prozent.

Premierminister in der Kritik

Die steigende Zahl der Neuinfektionen und die Reaktion der japanischen Regierung auf die Pandemie sorgen dafür, dass die Umfragewerte immer weiter abstürzen.

Nur noch 23 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Regierung und ihre Maßnahmen voll und ganz unterstützen. 70 Prozent sprachen sich allerdings dagegen aus und sagten, dass die Reaktion maximal mangelhaft ist.

66 Prozent der Befragten gaben an, dass sie absolut kein Vertrauen mehr in dem Vorgehen des japanischen Premierministers haben.

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73 Prozent sind unzufrieden mit der Impfkampagne, die zuletzt ins Stocken geraten ist. Nur 20 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden.

Keine Wiederwahl

60 Prozent der Befragten sind daher auch der Meinung, dass der japanische Premierminister im September nicht erneut zum Vorsitzenden der LDP gewählt werden sollte. Nur 25 Prozent sprachen sich für seine Wiederwahl aus.

Trotz der steigenden Unbeliebtheit des Premierministers hat es die Opposition bisher nicht geschafft, ihre Position in der Wählergunst zu verbessern.

32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auch weiterhin die Regierungspartei LPD unterstützen werden. Die Unterstützung für die Verfassungsdemokratische Partei Japans lag in der Umfrage bei 6 Prozent. Die CDP kommt auf 15 Prozent.

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