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HomeNachrichten aus JapanUmweltAnbieter von Ökostrom hoffen auf Taro Kono als nächster japanischer Premierminister

Großes Konjunkturpaket angekündigt

Anbieter von Ökostrom hoffen auf Taro Kono als nächster japanischer Premierminister

Anbieter von Ökostrom hoffen darauf, dass Taro Kono nächster japanischer Premierminister wird, da sie davon ausgehen, dass er nach Jahren der Vernachlässigung Veränderungen in Gang setzten wird.

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Der 58-Jährige setzt sich bereits sehr lange für erneuerbare Energien in Japan ein und hat im Fall seiner Wahl ein Konjunkturpaket für diesen Wirtschaftsbereich angekündigt.

Kono setzt sich seit Jahren für Ökostrom ein

Im Jahr 2018 sorgte ein von Kono einberufenes Gremium für Kontroversen, indem es sich in die Energiedebatte einmischte und die Forderung nach einem Ausstieg aus der Kernkraft und der Kohle bei gleichzeitigem drastischem Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützte.

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Letztes Jahr richtete Kono dann eine Taskforce ein, die regulatorische Hürden abbauen sollte, die Japans Umstieg auf erneuerbare Energien behindern.

Japans Energiemix befindet sich bereits im Wandel: Ökostrom ist auf dem Vormarsch und ersetzen die fossilen Brennstoffe, die nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 die Energieversorgung sicherten.

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Kono ist derzeit für die Verwaltungsreform zuständig und ist mit dem mächtigen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) aneinandergeraten, das ebenso wie der Stahlverband eine Wiederbelebung des maroden Atomsektors unterstützt hat.

Erneuerbaren Energie hat in Japan auch durch das Versprechen des scheidenden Premierministers Yoshihide Suga im vergangenen Jahr, Japan an Europa anzugleichen und das Ziel der Kohlenstoffneutralität für 2050 zu erreichen, Auftrieb erhalten.

Japan ist der fünftgrößte Verursacher von Kohlendioxid

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und der fünftgrößte Verursacher von Kohlendioxidemissionen ist zehn Jahre nach der Fukushima-Katastrophe stark von importierten fossilen Brennstoffen abhängig.

Ökostrom holt schnell auf und trug im vergangenen Jahr 22 Prozent zur japanischen Energieversorgung bei. Damit wurde das jüngste Regierungsziel ein Jahrzehnt früher als geplant erreicht.

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Trotz dieses Wachstums bemängeln Kritiker, dass das METI Regeln eingeführt hat, die es leicht machen, Solarkraftwerke zur Abschaltung zu zwingen, was als Drosselung bezeichnet wird, wenn ein Überangebot vorliegt.

Anschlüsse für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien werden auch nach dem Gutdünken etablierter Unternehmen verweigert, so Kono auf seiner Website, auf der er seine Politik erklärt.

Die Regeln für die Nutzung einer großen Übertragungsleitung, die Japans Hauptinsel mit Hokkaido im Norden verbindet, müssen überarbeitet werden, um mehr erneuerbare Energien zuzulassen, so Kono.

Strom, der über diese Leitung übertragen wird, muss einen Tag vor der eigentlichen Übertragung angemeldet werden, was es wetterabhängigen erneuerbaren Energien erschwert.

Erneuerbare Energie ist in Japan beliebt

Das METI hat das Ziel für erneuerbare Energien von 22 Prozent auf 36 bis 38 Prozent der japanischen Stromerzeugung bis 2030 erhöht und Auktionsregeln für Offshore-Windkraftanlagen festgelegt, die in anderen Teilen der Welt zu den schnell wachsenden Branchen gehören.

Erneuerbare Energien sind beliebt: Meinungsumfragen in Japan zeigen, dass die Verbraucher mehr umweltfreundliche Optionen wünschen, während Unternehmen bei der Regierung Lobbyarbeit betreiben, um die Vorschriften zu lockern, damit sie mehr emissionsfreie Quellen nutzen können.

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