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HomeNachrichten aus JapanUmweltAquarium in Fukuoka gibt Tod einer schwangeren Seeotter-Dame bekannt

In ganz Japan leben nur noch fünf Tiere in Gefangenschaft

Aquarium in Fukuoka gibt Tod einer schwangeren Seeotter-Dame bekannt

Ein Aquarium in Fukuoka im Südwesten Japan musste jetzt bekannt gegeben, dass eine trächtige Seeotter-Dame, die dort lebte, überraschend verstorben ist. In ganz Japan leben nur noch insgesamt fünf Tiere der gefährdeten Art in Gefangenschaft.

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Die neun Jahre alte Seeotter-Dame Mana lebte bis zum Montag im Marine World Uminonakamichi in Fukuoka. Dort verstarb sie überraschend, nachdem ihre Gebärmutter eingerissen war, dies gab das Aquarium bekannt. Mana lebte dort zusammen mit ihren Gefährten Riro. Beide wurden dort zusammen aufgezogen und galt als einziges Otter-Paar in einer japanischen Einrichtung, das für Nachwuchs hätte sorgen können.

Seeotter gehören zu den bedrohten Tierarten

Aufgrund der übermäßigen Pelz-Jagd in Japan im 18. und 19. Jahrhundert gingen die Zahlen der in Freiheit lebenden Seeotter stark zurück. Die International Union for Conservation of Nature stuft die Art als stark gefährdet ein und setzte die Tiere auf die Rote Liste der bedrohten Arten in Japan.

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Auch die Anzahl der Seeotter in Zoos und Aquarien in Japan gingen im Vergleich zum Höchststand um ein Zwanzigstel zurück. Viele Tiere in Gefangenschaft starben. Deswegen erließ Japan noch einmal strengere Beschränkungen, was den Handel mit Wildtieren angeht. Gemäß Angaben der japanischen Vereinigung der Zoos und Aquarien mit Sitz in Tokyo gab es 1994, zum Zeitpunkt des Höchststandes, noch 122 Seeotter in 28 Einrichtungen im ganzen Land.

Otter erhalten in Japan besonderen Schutz
Otter werden in Japan besonders geschützt Bild: Kyodo

Hoffnung für den Fortbestand der Art

Die Otter-Dame Mana wurde 2012 im Aquarium in Fukuoka geboren, wo sie mit der Hand aufgezogen wurde, seitdem sie zehn Tage alt war. Am 16. Februar konnten die Verantwortlichen stolz erklären, dass sie trächtig. Allerdings verlor Mana wenige Tage später ihren Appetit und verstarb am Montag.

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Auch für ihr Baby konnten die Pfleger nichts mehr tun. Selbstverständlich ist die Trauer bei den Pflegern groß, denn Mana haben mit ihrer verspielten Art viele Menschen verzaubert und gute Werbung für ihre Art gemacht.

Seeotter sind seit jeher vor allem in den Gewässern der nördlichsten Präfektur Japan zu finden. In den letzten Jahren wurde am Kap Kiritappu an der Ostküste Hokkaidos immer wieder Tiere gesichtet, was in der Präfektur die Hoffnung nährte, mit den kleinen Tierchen ihren Tourismus in Schwung zu bringen, vor allem, wenn sich mehr der bedrohten Art dort dauerhaft ansiedeln würden.

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