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Shimamaki arbeitet an Verbot

Dorf in Hokkaido geht gegen mögliches Atommüllendlager vor

Da Japan weiterhin an der Kernkraft festhalten will, muss sich das Land dem Problem des Atommüllendlagers stellen. Die Suche nach einem geeigneten Standort hat dabei erst kürzlich mit zwei Bewerbern aus Hokkaido begonnen. Allerdings versucht jetzt schon ein Dorf gegen das mögliche Lager vorzugehen.

Das Dorf Shimamaki in Hokkaido gab kürzlich bekannt, dass sie an einem Gesetzentwurf arbeiten, der Atommüll in der Gegend verbieten soll. Fünf der acht Mitglieder der Gemeindeversammlung sind dabei dafür das Gesetz bei der nächsten regulären Sitzung am 15. Dezember einzureichen. Die Chancen sind damit hoch, dass es auch angenommen wird.

Dorf will mit Atommüll nichts zu tun haben

Die Gemeinde selbst hat sich zwar nicht als Standort beworben, allerdings die Stadt Suttsu neben ihnen. So soll es mit dem Gesetz nicht möglich sein, den Atommüll aus Kernkraftwerken in das Dorf zu bringen. Auch sollen keine Einrichtungen erlaubt werden, die Untersuchungs- oder Forschungszwecke in Bezug auf den Abfall haben. Shimamaki macht damit deutlich, dass sie mit dem Projekt nichts zu tun haben wollen.

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In Suttsu hat bereits die dokumentarische Untersuchung des Gebiets als Standort begonnen. Kommunalverwaltungen, Industrieverbände und andere Einrichtungen haben sich dabei für ein vorsichtiges Vorgehen ausgesprochen, um Reputationsschäden zu vermeiden. Besonders auf Bezug der Gerichtsbarkeit von Shiribeshi sollten sorgfältig überlegte Entscheidungen getroffen werden.

Auch andere Gemeinden setzten sich gegen radioaktiven Müll ein

Bereits 2000 wurde eine Präfekturverordnung umgesetzt, die sich gegen Atommüll in den Gebieten einsetzt. Ähnliche Verordnungen gibt es auch in den Städten Horonobe, Biei und Urakawa. Allgemein könnte das Projekt aus rechtlicher Sicht auf Probleme und starken Widerstand treffen. Wie die Regierung diese Schwierigkeiten beseitigen will, ist noch nicht klar.

Die Präfektur Hokkaido hat hingegen im Oktober schon eine Resolution zum Entsorgen von Atommüll verabschiedet und bemüht sich allgemein die Untersuchung der möglichen Standorte zu ermöglichen.

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