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Handel mit Fischen aus der Region fing gerade erst wieder an

Erneut verstrahlte Fische im Meer vor Fukushima gefangen

Fischer fingen in der Präfektur Fukushima vor Kurzem einen schwarzen Steinfisch, bei dem ein Cäsium-Wert, fünfmal höher als die in Japan zulässigen Werte nachgewiesen wurde.

Das radioaktive Isotop Cäsium-137 ist ein Produkt der Kernspaltung und wird bei Menschen im Magen-Darm-Trakt resorbiert und kann sich somit im Körper ausbreiten. Der Fischereiverband von Fukushima bestätigte den Fang vor wenigen Tagen.

Fukushima kämpft weiter mit radioaktivem Erbe

Der schwarze Steinfisch wurde in einer Tiefe von 24 Meter, etwa 8,8 Kilometer von der Küste der Stadt Shinchi gefangen. In ihm wurden etwa 500 Becquerel Cäsium pro Kilogramm nachgewiesen. In Japan ist allerdings nur ein Wert von etwa 100 Becquerel pro Kilogramm erlaubt. Becquerel ist eine Einheit, die bei Substanzen anzeigt, wie viele radioaktive Atomkerne in einer Sekunde im Schnitt zerfallen.

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Die Fukushima Prefectural Federation of Fisheries Co-operative Associations hat seitdem den Verkauf von Fischen aus der Region gestoppt, bis bestätigt werden kann, dass der Verzehr sicher ist und der Steinfisch eine Ausnahme darstellt. Das letzte Mal entschied der Fischereiverband im Oktober 2019, die Auslieferung von Meeresfrüchten aus der Gegend, um das mittlerweile weltweit berühmte Atomkraftwerk, freiwillig auszusetzen.

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Erst im Februar 2020 wurde der Handel wieder freigegeben

Damals wurden in einem weißen Seebarsch ein Wert von 53 Becquerel pro Kilogramm radioaktives Cäsium nachgewiesen. Obwohl der Wert die vom Verband festgelegte Grenze von 50 Becquerel pro Kilogramm nur knapp überschritt, hielt man diesen Schritt bereits damals unumgänglich.

Seit Juni 2012 führt der Fischereiverband von Fukushima immer wieder Test-Fänge in begrenztem Umfang durch, um zu beobachten, wie die Fische auf die radioaktive Strahlung reagieren. Erst im Februar 2020 wurde die Handelsbeschränkung für Rochen aufgehoben, sodass der Handel mit allen Fischen aus der Region Fukushima wieder erlaubt war. Nach aktuellen Angaben will der Fischereiverband im April die Gewässer wieder für die Fischer freigeben.

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