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HomeNachrichten aus JapanUmweltForscher in Japan warnen vor der Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel

Warnung vor den schweren Folgen

Forscher in Japan warnen vor der Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel

Forscher der Universität Tokyo warnen davor, dass die aktuelle Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel dazu führen wird, dass ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts mit Temperaturen von über 52 Grad und großen Niederschlagsmengen leben muss.

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„Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit beruhen, unzureichend sein werden und dass eine noch stärkere Verringerung der Treibhausgasemissionen sowie eine stärkere internationale Unterstützung und Zusammenarbeit erforderlich sind“, so Taichi Sano, ein Mitglied der Forschungsgruppe.

Forscher warnen vor den Folgen der Untätigkeit

Die Ergebnisse der Forscher sollen in Kürze veröffentlicht werden. Ziel der Studie war es, die Veränderungen zu analysieren, die im Laufe dieses Jahrhunderts im Hinblick auf die Möglichkeit von Klimakatastrophen in einer Größenordnung auftreten werden, wie sie aufgrund der globalen Erwärmung einmal alle zwei Jahrzehnte vorkommen.

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Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass wenn nichts unternommen wird, 2,52 Milliarden Menschen bzw. 34 Prozent der Weltbevölkerung dem Risiko unvorstellbar hoher Temperaturen und unerbittlicher starker Regenfälle ausgesetzt sein werden.

Die Forscher weisen auch darauf hin, dass, selbst wenn das Ziel des Pariser Klimaabkommens erreicht werden würde, immer noch 1,1 Milliarden Menschen bis Ende des Jahrhunderts mit Klimakreisen zu kämpfen haben werden.

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Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, den Anstieg der globalen Temperatur unter 2 Grad gegenüber dem Niveau vor der industriellen Revolution zu halten.

Betroffen wären laut der Studie stark bevölkerte Gebiete wie Südasien und die Sahelzone in Afrika, die bereits jetzt die verheerenden Auswirkungen der globalen Erwärmung zu spüren bekommen.

Wenn nicht mehr getan wird, um das Problem in den Griff zu bekommen, werden sich die Auswirkungen noch verschärfen, sodass die Bewohner der betroffenen Regionen enorme Schwierigkeiten haben werden, mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden.

Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt spürbar

Schon jetzt sind die Folgen deutlich spürbar, Europa leidet unter einer schweren Dürre, viele Flüsse führen nur noch wenig Wasser und es gibt viele Waldbrände, die durch das trockene Wetter begünstigt werden. In Japan steigen die Temperaturen im Sommer immer weiter an, die Hauptstadt Tokyo stellte in diesem Jahr einen neuen Hitzerekord auf. Gleichzeitig nehmen auch die schweren Regenfälle deutlich zu, wie sie aktuell ebenfalls in Japan zu beobachten sind.

Trotzdem tut die Politik weltweit zu wenig, um den Klimawandel zu bekämpfen. So wird in vielen Teilen der Welt immer noch auf Energie aus Kohle gesetzt, der Umstieg auf Elektromobilität kommt nur schleppend voran, genauso wie der Ausbau der erneuerbaren Energien.

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