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COP26

Fridays for Future Japan fordern zu konkreteren Maßnahmen zum Klimaschutz auf

Am Dienstag versuchten fünf Mitglieder von Fridays for Future Japan dem Premierminister nach seiner Rede während der COP26 in Glasgow Briefe mit Forderungen zu Maßnahmen zum Klimaschutz zu übergeben.

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Die Aktion scheiterte, da sie von Sicherheitskräften aufgehalten wurden. Die Briefe nahm ein Begleiter des Premierministers entgegen, der sie an Kishida weiterleiten will, wie das Außenministerium mitteilte.

Fridays for Future Japan fordert konkretere Schritte

„Ich war frustriert, dass ich dem Premierminister meinen Brief nicht persönlich überreichen konnte, obwohl er in meiner Nähe war“, sagte eines der Mitglieder von Fridays for Future Japan.

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In dem Brief heißt es unter anderem: „Ich bin für die COP26 nach Glasgow gekommen, da ich fast einen Monat lang nicht in der Schule war und ich möchte, dass Japan verantwortungsvolle Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergreift, um unsere Zukunft und auch andere Lebewesen als den Menschen zu schützen.“

Isao Sakai, ein 20-jähriger Universitätsstudent, schrieb in seinem Brief: „Der Klimawandel verursacht Schäden für unsere Generation. Ich möchte, dass Japan Maßnahmen beschließt, die die Stimmen der Bürger und jungen Menschen widerspiegeln“.

Premierminister sagt Milliarden-Hilfen zu

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In seiner Rede auf dem COP26-Gipfel, der am Sonntag begann, sagte Kishida am Dienstag zusätzliche Hilfen in Höhe von bis zu 1,14 Billionen Yen (ca. 8.6 Milliarden Euro) für die nächsten fünf Jahre zu, um die Bemühungen Asiens zur Dekarbonisierung zu unterstützen.

Sakai bezeichnete Kishidas Rede auf dem COP26-Gipfel als unzureichend, da sie keine mutigen Schritte wie den Ausstieg Japans aus der Kohleverstromung, einer der Hauptquellen für Kohlendioxid, enthielt.

Japan bekommt bereits die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren, da extreme Wettersituationen zunehmen. Das Land erlebt immer heißere Sommer und öfter sintflutartige Regenfälle.

Auch die Regierung hat bereits offiziell den Klimawandel als Faktor für die Probleme der Fischerei des Landes anerkannt.

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