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Standards sollen schrittweise angehoben werden

Japan diskutiert Energiestandards für Neubauten

Die japanische Regierung diskutiert aktuell über verbindliche Energiestandards für Neubauten, um das Versprechen, das Land bis 2050 CO2-neutral zu machen, erreichen zu können.

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Nach Angaben des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus sind die privaten Häuser für etwa 15 Prozent der Kohlendioxidemissionen in Japan verantwortlich.

Standards sollen schrittweise verschärft werden

Da einmal gebaute Häuser in der Regel viele Jahre lang nicht renoviert werden, beabsichtigen das Ministerium, die Energiestandards schrittweise zu verschärfen. Eine ministeriumsübergreifende Arbeitsgruppe soll in Kürze einen Zeitplan zur Erreichung dieses Ziels ausarbeiten.

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Um das Ziel zu erreichen, den durchschnittlichen Energieverbrauch aller neu gebauten Häuser bis 2030 auf Null zu reduzieren, fördert die Regierung „Netto-Null-Energie-Häuser“ (ZEHs), die gut isoliert, mit hocheffizienten Klimaanlagen und Warmwasserversorgungssystemen ausgestattet sind. Zudem sollen sie so viel Energie aus Solar- oder anderen erneuerbaren Energiequellen erzeugen, wie sie verbrauchen, sodass der Energieverbrauch der Bewohner bei Null liegt.

Kritik an der Verschärfung der Energiestandards kommt von Immobilienfirmen

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Einige Kommunalverwaltungen haben sich ehrgeizigere Energiesparziele gesetzt. So führte die Verwaltung der Präfektur Tottori im Jahr 2020 ein dreistufiges Programm ein, um die Wärmedämmung von Häusern und die Minimierung von Luftleckagen zu zertifizieren und Subventionen für energieeffizientere Häuser als im ZEH festgelegt sind. Mehr als 70 Anträge auf Zertifizierung wurden bisher eingereicht, so die Verwaltung der Präfektur.

Kritik an den Plänen Energiestandards einzuführen, kommt von Immobilienfirmen, die befürchten, dass Neubauten so teurer werden.

Laut des Ministeriums werden rund 800.000 Yen benötigt, um ein kleines Haus an den Standards anzupassen.

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