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Größerer Anteil am Energiemix des Landes

Japan erhöht sein Ziel für den Ausbau von erneuerbare Energien

Japan will sein Ziel für erneuerbare Energien im Strommix des Landes für 2030 angeben, um so die Emissionen schneller zu senken und internationale Abkommen zu erfüllen.

Der aktuelle Entwurf lässt das festgelegte Ziel für die Kernenergie allerdings unverändert.

Erneuerbare Energien sollen einen Anteil von bis zu 38 Prozent ausmachen

Der Entwurf des Industrieministeriums schlägt vor, dass erneuerbare Energien im Jahr 2030 einen Anteil von 36 bis 38 Prozent an der Stromversorgung des Landes haben sollen. Davor war das Ziel 22 bis 34 Prozent.

Gas soll den restlichen Anteil an Energie aus fossilen Brennstoffen ausmachen. Der Anteil wird im neuen Entwurf von 56 auf 41 Prozent gesenkt.

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Kernenergie soll weiterhin 20 bis 22 Prozent der Stromversorgung ausmachen und Wasserstoff soll 1 Prozent beitragen.

Laut eines Sprechers des Ministeriums handle es sich bei dem überarbeiteten Energieplan für 2030 um einen sehr ehrgeizigen Plan. Er ersetzt die idealen Visionen, wie es sie in der Vergangenheit noch gegeben hat.

Im April hatte Japan bereits sein Ziel für die Senkung der Kohlenstoffemissionen für 2030 fast verdoppelt und damit auf den Druck der USA reagiert.

Plan für die Atomenergie kaum umsetzbar

Viele Experten sind der Meinung, dass die Katastrophe in Fukushima zu einem großen Meinungsumschwung bei den Menschen in Japan geführt hat. Daher würde das definierte Ziel für Atomstrom schwer zu erreichen sein.

Vor der Katastrophe waren in Japan noch 54 Reaktoren in Betrieb, mittlerweile laufen noch neun.

Der Entwurf erwähnt den Bau von neuen Reaktoren allerdings nicht, auch gibt es keine Vorschläge für den Ersatz von Anlagen, wie es die Regierung gefordert hat.

Das Industrieministerium lehnte es ab, sich dazu zu äußern, wann der überarbeitete Energieplan fertiggestellt sein wird. Die japanische Regierung überarbeitet ihren grundlegenden Energieplan alle drei bis vier Jahre.

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