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Steuer wohl erst nach 2023

Japan führt auch 2022 keine CO2-Steuer ein

Japan wird auch 2022 keine CO2-Steuer bekommen. Sie wird zwar in der LDP als wichtiges Thema bezeichnet, das zusammen mit anderen Maßnahmen zur Verwirklichung der CO2-Neutralität in Betracht gezogen werden soll, aber eingeführt wird sie nicht.

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Es ist wahrscheinlich, dass diese Steuer erst nach dem Haushaltsjahr 2023 eingeführt wird. Allerdings könnten Widerstände aus der Wirtschaft ein großes Hindernis darstellen.

CO2-Steuer seit Sommer vom Umweltministerium gefordert

Eine CO2-Steuer ist eine spezifische Maßnahme, mit der ein Preis für Treibhausgasemissionen festgelegt wird, um die Emissionen zu reduzieren. In Deutschland beträgt die Steuer aktuell 25 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid, jährlich soll sie um 5 Euro steigen.

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In Japan forderte das Umweltministerium im Sommer die Einführung der Steuer für die Steuerreform 2022.

In dem am Donnerstag erstellten Entwurf des Reformpakets heißt es, dass die Regierungsparteien fachliche und technische Diskussionen über einen Steuer-Mix führen werden, zu dem auch eine CO2-Steuer gehört.

Widerstand aus der Wirtschaft

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Aus Angst vor hohen Kosten regt sich allerdings Widerstand in der Wirtschaft, insbesondere in Hinblick auf die Folgen der Pandemie und den jüngsten Anstieg der Energiepreise.

Japan plant bis 2050 CO2-Neutral zu werden, bis 2030 sollen die Emissionen um das 46-fache zu 2013 sinken. Das Land tut sich allerdings schwer, die Ziele konkret in Angriff zu nehmen.

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