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Tiere voneinander unterscheiden

Japan möchte Braunbären mit KI bekämpfen

Bären werden in Japan leider immer häufiger zu einem Problem. Dagegen möchte die Stadt Shibetsu nun mit einer KI vorgehen, die Braunbären erkennen soll.

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Die Technologie soll helfen, wilde Bären zu schützen und ihre Verbreitung zu überwachen. So soll ein harmonisches Zusammenleben zwischen Bären und Menschen möglich sein, denn in der Vergangenheit wurden einige Tiere für die Menschen zur Gefahr. Die KI soll „Störenfriede“ identifizieren können, die immer wieder in Innenstädten auftauchen.

Braunbären einzeln identifizieren

In Kanada und den Vereinigten Staaten starteten Universitätsforscher vor etwa drei Jahren das „BearID Project“, um einzelne Grizzlybären mithilfe von KI zu erkennen und ihre Populationen in Nationalparks zu erfassen. Da der Abstand zwischen den Augen und der Nase eines Bären von Bär zu Bär variiert, ist es offenbar möglich, einzelne Bären mit KI zu identifizieren, wenn mindestens 30 Fotos von ihren Gesichtern von vorne aufgenommen werden.

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Das South Shiretoko Brown Bear Information Center, eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Shibetsu, macht Fotos und sammelt Daten, indem sie an zwei Stellen auf Tierpfaden, automatische Kameras installiert.

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Allerdings hat sich das Fotografieren von vorne als unerwartet schwierig erwiesen und der Organisation ist es nur gelungen, etwa 20 Fotos zu machen, auf denen man die Gesichter der Bären erkennen kann. Immerhin konnten sie damit vier einzelne Bären identifizieren.

Projekt geriet lange Zeit ins Stocken

In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie, der Regierung, der Wissenschaft und dem Privatsektor startete die Organisation 2009 das „Braunbären-ADPS-Projekt“, um die Positionsdaten der Bären mit Halsbändern zu überwachen, in die mit GPS ausgestattete Handys eingebaut sind.

Obwohl das Projekt in den letzten Jahren zum Stillstand gekommen ist, kommentiert der Direktor der Organisation, Yasushi Fujimoto: „In Verbindung mit der KI-Gesichtserkennung wäre es eventuell möglich, nur einzelne Bären zu töten, die Probleme verursachen.“

Er fügte hinzu, dass sie hoffen, dass sich diese Art von Bemühungen auf ganz Hokkaido ausgebreitet werden, da männliche Bären einen großen Bewegungsradius haben, sie aber  zuerst Fotodaten sammeln und eine Datenbank erstellen müssen, um effektiv zu arbeiten.

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