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Mehr Recycling und Alternativen

Japan sagt Plastik den Kampf an

Japan sagt mit einem neuen Gesetz, das am 4. Juni verabschiedet wurde, dem Plastik den Kampf an, nachdem 2020 bereits eine Gebühr für Einwegtüten eingeführt wurde.

Nach dem Gesetz müssen Convenience-Stores und Fast-Food-Ketten ab Frühjahr 2020 für Einweg-Löffel, -Strohhalme, -Gabeln, eine Gebühr erheben. Alternativen aus Papier oder Holz hingegen dürfen weiterhin kostenlos an die Kunden verteilt werden.

Einweg-Produkte aus Plastik machen 100.000 Tonnen des jährlichen Plastikmülls aus

Von den etwa 9 Millionen Tonnen Plastikmüll, die jährlich in Japan anfallen, sind 100.000 Tonnen kostenlose Utensilien.

Das Gesetz, das die Produktion, den Verkauf und das Sammeln von Plastikprodukten reduzieren soll, soll allerdings auch das Recycling fördern.

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Kleine Unternehmen sind von dem Gesetz ausgenommen, aber große und mittelgroße Unternehmen müssen eine Gebühr erheben oder eine Alternative anbieten.

Die japanische Regierung hat laut des Gesetzes auch die Befugnisse, Empfehlungen oder Anforderungen gegen Unternehmen zu erlassen, wenn sich nicht an die neuen Bestimmungen gehalten wird. Dabei kann auch eine Strafe von bis zu 500.000 Yen (ca. 3.752 Euro) verhängt werden.

Hersteller müssen bereits in der Produktion reduzieren

Hersteller von Plastikprodukten müssen die Menge des Materials bereits in der Design- und Produktionsphase reduzieren. Die Regierung plant auch ein Programm, um Produkte zu zertifizieren, die nur wenig Plastik enthalten, recycelbar und leicht abbaubar sind.

Müllsammelprogramme, die von den lokalen Behörden verwaltet werden, sind ebenfalls aufgefordert, die Einwohner zu ermutigen, Produkte, wie z. B. Schreibwaren und Spielzeug, sorgfältiger zu trennen, um sicherzustellen, dass das Material als recycelbarer Müll gesammelt werden kann.

Derzeit erlauben viele Kommunen in Japan nur das Recycling bestimmter Arten von Plastikmüll, wie Tabletts und Behältnisse zum Mitnehmen von Lebensmitteln.

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