Anzeige
HomeNachrichten aus JapanUmweltJapan schränkt Zugang für Touristen auf der Insel Iriomotejima ein

Zum Schutz der einmaligen Tier- und Pflanzenwelt

Japan schränkt Zugang für Touristen auf der Insel Iriomotejima ein

Das japanische Umweltministerium hat den Zugang für Touristen auf der Insel Iriomotejima eingeschränkt, nachdem die Gemeindeverwaltung von Takotomi die Einschränkungen beantragt hat.

Anzeige

Die Insel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, da dort viele extrem seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Die Einschränkungen sollen dazu beitragen, dass die natürliche Umwelt besser geschützt wird.

Einschränkungen auf Iriomotejima sollen qualitativ hochwertigeres Touristenerlebnis ermöglichen

Ein Sprecher des Ministeriums sagte: „Die Einschränkungen zielen nicht nur darauf ab, die ursprüngliche Natur auf der Insel zu schützen, sondern auch darauf, die Überlastung der Insel zu verringern, um den Touristen ein qualitativ hochwertigeres Erlebnis zu ermöglichen.“

LESEN SIE AUCH:  Weltnaturerbe Iriomotejima schwebt in Gefahr

Als Teile von Iriomotejima im Juli letzten Jahres in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde, forderte das UNESCO-Welterbekomitee Maßnahmen zum weiteren Schutz der Natur auf der Insel.

Anzeige

Vier Ministerien, darunter das Umweltministerium, genehmigten einen umfassenden Plan zur Förderung des Ökotourismus auf der Insel Iriomotejima.

Der Plan unterteilt die Insel in drei Zonen, der größte Teil wird als Schutzzone bezeichnet. Touristen dürfen diese Zone nicht mehr betreten.

Bestimmte Zonen nur mit Reiseleiter und Genehmigung betretbar

Die zweite Zone heißt Naturerlebnisszone und umfasst Flüsse und Straßen in dem als Weltkulturerbe ausgewiesenen Gebiet und das Meer außerhalb dieses Gebiets.

Touristen dürfen sich in dieser Zone aufhalten, müssen sich aber an strenge Regeln halten, darunter auch eine Obergrenze für die Zahl der Menschen, die täglich in diese Zone gehen dürfen. Zudem muss man eine Genehmigung des Bürgermeisters von Taketomi beantragen und man muss einen Reiseleiter dabei haben. Insgesamt wurden fünf Sehenswürdigkeiten als Naturerlebnisszone eingestuft.

Alle anderen Bereiche der Insel sind die „General Use Zone“, dort gibt es keine Einschränkungen für Touristen.

Die Insel Iriomotejima ist ein beliebtes Reiseziel. Während der Golden Week 2019 besuchten mehr als 300 Menschen pro Tag den Fluss Hinaigawa, der wegen des Pinaisara-Wasserfalls ein beliebtes Fotomotiv ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass Japan Touristen den Zugang zu bestimmten Gebieten einschränkt. Nachdem die Insel Okonishima zum Weltkulturerbe ernannt wurde, wurde ebenfalls eine Obergrenze für Touristen festgelegt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel