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Kunden sollen aktiv angesprochen werden

Japan will Unternehmen verpflichten, den Verbrauch von Einwegartikel zu reduzieren

Die japanische Regierung teilte am Montag mit, dass man Unternehmen ab April dazu verpflichten wird, bestimmte Einwegartikel aus Plastik zu reduzieren oder gleich ganz darauf zu verzichten, um so das Recycling zu fördern.

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Bei den Artikeln handelt es sich unter anderem um Löffel, Gabeln und Strohhalme, die durch recycelbare Modelle ersetzt werden sollen. Wahlweise können Unternehmen auch eine Gebühr verlangen, falls ein Kunde auf Plastikbesteck besteht.

Verpflichtung auch für Hotels und Wäschereien

Japan folgt damit einem Gesetz, das im Juli erlassen wurde, um den Plastikmüll in Restaurant und Einzelhandelsgeschäften zu reduzieren. Von den etwa 9 Millionen Tonnen Plastikmüll, die jährlich im Land anfallen, sind 100.000 Tonnen kostenlose Utensilien.

Zu den betroffenen Plastikartikeln gehören auch Gabeln, Messer, Kämme, Zahnbürsten, Duschhauben und Kleiderbügel. Von der Maßnahme betroffen sind Unternehmen, die diese Artikel in großen Mengen anbieten, wie etwa Lebensmittelgeschäfte, Hotels, Wäschereien und Pizzalieferdienste.

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Dass Umweltminister und Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie werden im Herbst eine Verordnung ausarbeiten, nachdem sie die öffentliche Meinung zu dieser Maßnahme eingeholt haben.

Unternehmen sollen Kunden mit Bonusprogramm zum Verzicht bewegen

Die Firmen werden zudem aufgefordert, ein Bonussystem für Kunden aufzubauen, um so recycelbare Produkte zu fördern und Verkäufer sollen jeden Kunden fragen, ob sie einen Plastikartikel überhaupt benötigen. Sollten diese Vorgaben nicht erfüllt werden, wird das Ministerium direkt anweisen, sie umzusetzen.

Wahlweise kann das Ministerium auch eine Strafe von bis zu 500.000 Yen (ca. 3.752 Euro) verhängt werden.

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