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Erfindungen für mehr Nachhaltigkeit

Japanische Firma entwickelt Papp-Kleiderbügel für Wäschereien

Pappe statt Plastik, das ist die Idee hinter den neuen Kleiderbügeln, die kürzlich in der japanischen Präfektur Fukuoka vorgestellt wurden. Sie sind das Ergebnis einer gezielten Kooperation für mehr Nachhaltigkeit.

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Hinter der Erfindung stecken das Karton-Unternehmen Daikoku Cardboard Co. und die Wäscherei-Firma Ursa Group, die beide im Norden der Insel Kyushu ihren Sitz haben. Zusammengebracht wurden sie von einem Projekt der Präfekturregierung.

Kleiderbügel aus Pappe haben viele Vorteile

Die hat in der Präfektur das „Fukuoka Research Commercialization Center for Recycling Systems„, kurz FRC, ins Leben gerufen. Aufgabe des Zentrums ist es, in Fukuokas Wirtschaft die „drei R“ voranzubringen – „reducing, reusing and recycling waste“, also die Reduzierung, Wiederverwendung und das Recycling von Abfällen.

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Dazu vermittelt das Zentrum auch gezielt Entwicklungs-Partnerschaften, wie im Falle von Ursa Group und Daikoku Cardboard. Diese möchten mit ihrer neuen Erfindung Maßstäbe in der Nachhaltigkeit bei der chemischen Reinigung von Kleidung setzen.

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Ausgangspunkt war dabei Ursas „Solairo Cleaning Factory“, in der hauptsächlich Hemden gereinigt werden. Bisher nutzte das Unternehmen dafür jährlich rund 20,000 Plastik-Kleiderbügel. Die können zwar mehrfach verwendet werden – viele Kunden schmeißen sie aber nach der Abholung der Kleidung einfach weg.

Die Papp-Kleiderbügel sollen nun die alten Plastik-Bügel komplett ersetzen und somit das Reinigungs-Gewerbe nachhaltiger machen. Sie wurden speziell dafür entwickelt, in Maschinen einsetzbar zu sein, die die Hemden nach der Reinigung automatisch falten.

Fertige Hemden
Akkurat gefaltet und nachhaltig aufgehängt, so bekommen Kunden in Zukunft ihre Hemden in Fukuoka. Bild: Ursa Group

Die Bügel bestehen aus zwei Schichten Karton, um sie stabil und haltbar zu machen. Im Herstellungsprozess wurde zudem darauf geachtet, dass so wenig wie möglich Müll anfällt. Das senkt auch die Kosten der Produktion – ein Vorteil, der bei der Verbreitung des neuen Produkts im ganzen Land helfen soll.

Ein weiterer Vorteil der Papp-Bügel ist, dass sie aus zwei separaten Teilen bestehen. Ist einer von beiden beschädigt, kann die Hälfte des Bügels weiter verwendet werden. Aus zwei beschädigten Bügeln kann so wieder ein vollständiger werden.

Wenn einer der Bügel schließlich das Ende seiner Lebenszeit erreicht hat, lässt sich die Pappe zu neuem Karton recyclen, wesentlich einfacher als das bei Plastik der Fall ist. Das nächste Ziel der Ursa Group ist es nun, auch größere und tragkräftigere Bügel zu entwickeln, die etwa für Mäntel und Anzüge genutzt werden können.

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