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Solarstrom für über 500.000 Haushalte

Japanische Regierung erwägt die Installation von Solarzellen und Windkraftgeneratoren entlang von Eisenbahnschienen

MS: Japan möchte seine Produktion von erneuerbaren Energien steigern. Um die zu ermöglichen, zieht die japanische Regierung nun auch die Installation von Solarzellen und Windkraftgeneratoren entlang von Eisenbahnschienen und auf stillgelegten Strecken offiziell in Erwägung.

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Aktuell geht man davon aus, dass Solarzellen durchaus das Potenzial haben, die Leistung eines Kernreaktors zu überbieten, wenn sie wie in diesem Fall landesweit und in großer Stückzahl auf den Hängen neben Eisenbahnschienen installiert werden würden.

Erneuerbare Energien als Hauptenergiequelle

Die japanische Regierung hält an ihrem Ziel, erneuerbare Energien zur Hauptenergiequelle des Landes machen zu wollen, unumwunden fest und dieses neue Projekt soll das Land diesem Ziel wieder einen Schritt näher bringen.

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Einer neuer Prüfungsausschuss, für dessen Bildung das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus verantwortlich sein wird, soll sich dieses Vorhabens annehmen. Klar ist schon jetzt, dass die East Japan Railway Co. (JR East) sowie die Japan Private Railway Association in jedem Fall zu dem Ausschuss gehören werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie und das Umweltministerium werden dagegen an den Gesprächen rund um die eigentliche Installation der Solarzellen und Windkraftgeneratoren beteiligt sein.

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Außerdem sind Gespräche zum Diskurs von Möglichkeiten zur Erzielung von Gewinnen im Dekarbonisierungsgeschäft geplant. Es wird nämlich unter anderem auch angenommen, dass der Verkauf von Strom, der von Eisenbahnunternehmen produziert wird, auch zur Beseitigung defizitärer Eisenbahnlinien führen wird.

2.500 Hektar Hang kommen für Solarzellen infrage

Aktuell kommen laut Berechnungen des Verkehrsministeriums 2.500 Hektar Hang für eine Installation von Solarzellen infrage. Für die Berechnungen war ein Eisenbahnnetz von Wakkanai in Japans nördlichster Präfektur Hokkaido bis Kagoshima im Südwesten Japans betrachtet worden.

Würde diese Fläche voll ausgenutzt und entsprechend mit Solarzellen versehen werden, könnten so bis zu 1,4 Millionen Kilowatt erzeugt werden. Diese Menge an Energie würde reichen, um über 500.000 Haushalte jährlich mit Strom zu versorgen.

Die japanische Regierung hat sich bereits für den Einsatz von sogenannten „Perowskit“-Solarzellen entschieden. Bei fortschreitender Entwicklung sollen diese kostengünstig hergestellt und verhältnismäßig leicht an Hängen sowie Außenwänden von Bahnhofsgebäuden befestigt werden können.

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