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Der jüngste Nachwuchs im japanischen Toba-Aquarium gibt sein öffentliches Debüt

Japanische Schweinswale im Toba-Aquarium in Mie geboren

Ende Mai und Anfang Juni wurden im japanischen Toba-Aquarium zwei Schweinswale geboren, einer davon hat sich bereits der Öffentlichkeit präsentiert.

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Das in der Präfektur Mie gelegene Toba-Aquarium konnte mit seinem erfolgreichen Nachzuchtprogramm erneut von sich reden machen.

Ein acht Kilogramm schwerer Junge

Der männliche Schweinswal wurde am 1. Juni geboren, seine Eltern sind die 20-jährige Chobo und der 23-jährige Go.

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Für Chobo ist es bereits die vierte Geburt und sie scheint ihren jüngsten Nachwuchs, ein acht Kilogramm schweres und 85 cm langes Kalb gut anzunehmen und zu versorgen.

Der kleine Wal kann bereits seit dem 6. Juni von der Öffentlichkeit bestaunt werden, wie er energisch und voller Energie durch das Becken springt und dabei seiner Mutter hinterherzujagen scheint.

Ein etwas schwierigeres Mädchen

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Der weibliche Schweinswal kam als leichte Frühgeburt am 20. Mai zur Welt, seine Mutter ist die neunjährige Ichigo.

Da nicht sicher bestätigt werden konnte, dass Ichigo ihre 6,5 Kilogramm und 72 Zentimeter lange Tochter auch wirklich stillt, war eine Fütterung durch ihre menschlichen Pfleger nötig.

Seitens des Aquariums hieß es dazu: „Obwohl wir uns große Sorgen um das Kalb machen, das künstlich gefüttert wird, hoffen wir, dass wir es gut versorgen können und dass beide Kälber gesund aufwachsen werden.“

Es wäre das erste Mal, dass ein Schweinswal in Gefangenschaft erfolgreich durch künstliche Nahrung aufgezogen wird.

Der gesamte Bestand an Schweinswalen würde sich im Toba-Aquarium damit auf 11 Tiere erhöhen.

Weltweite Bedrohung durch den Menschen

Der Bestand an Schweinswalen ist weltweit durch Jagd (leider auch durch Japan), als unerwünschter Beifang und durch Umweltverschmutzung bedroht.

Auch der in Deutschland als einzige Walart vorkommende Gewöhnliche Schweinswal ist vom Aussterben bedroht.

Die erfolgreiche Nach- und Aufzucht in Gefangenschaft mag möglicherweise die einzige Möglichkeit sein, diese Tiere eines Tages wieder erfolgreich in der Natur ansiedeln zu können.

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