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Home News Umwelt Japanische Unternehmen wollen die Kohlenstoffemissionen Asiens unter dem Meer lagern

Co²-Fußabdruck soll mit unterirdischer Lagerung verbessert werden

Japanische Unternehmen wollen die Kohlenstoffemissionen Asiens unter dem Meer lagern

Japanische und australische Unternehmen prüfen zurzeit, ob es möglich ist, Kohlenstoffemissionen aus Asien unter dem Meeresboden vor der Küste Australien zu lagern.

Das in Perth ansässige Unternehmen Transborders Energy Pty arbeitet mit Partnern wie der Tokyo Gas Co. und der Kyushu Electric Power Co. an der Idee, Emissionen aus der Schwerindustrie und möglicherweise im gesamten asiatisch-pazifischen Raum nach Australien zu verschiffen und ein schwimmendes Drehkreuz, eine Technologie, die derzeit bei der Gastförderung eingesetzt wird, zu verwenden, um sie unter den Meeresboden zu transportieren.

Ein ähnliches Projekt wurde bereits von J-Power und Japan NUS Co. gestartet.

Viele Probleme müssen noch gelöst werden

Große Energieproduzenten haben sich für die Kohlenstoffspeicherung (CCS) als Mittel zur Eindämmung ihres Emissions-Fußabdrucks eingesetzt, aber die Methode hat sich nur langsam durchgesetzt, da sie viele Probleme mitbrachte und zu hohe Kosten verursachte. Außerdem stößt diese Idee auf große Kritik.

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In diesem Jahr werden etwa 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid in den 21 Betriebsanlagen der Welt produziert, ein Bruchteil der Gesamtemissionen von etwa 51 Milliarden Tonnen, so die Internationale Energieagentur. Das australische Projekt plant die Lagerung von 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen zunehmend, die CCS-Technologie offshore einzusetzen. Die Nordlichtinitiative, die von der norwegischen Regierung, Royal Dutch Shell PLC, Equinor ASA und Total SE unterstützt wird, plant, ab 2024 jährlich 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid unter der Nordsee zu lagern, wobei langfristig geplant ist, die Menge auf 5 Millionen Tonnen zu erhöhen.

Die Erschließung von Projekten auf See ist mit höheren Bohrkosten verbunden und es müssen neue Pipelines gebaut werden.

Ein weiteres australisches Projekt, CarbonNet, strebt die Speicherung von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid in der Bass-Straße vor der Südostküste Australiens an und soll bis 2030 betriebsbereit sein.

Australien fördert Unternehmen

Australien ist dank seiner boomenden Energieexportindustrie einer der größten Pro-Kopf-Produzenten von Kohlendioxid und die Regierung fördert die Technologie zur Kohlendioxidlagerung, die bisher nur an Land eingesetzt wurde, als Teil eines, wie sie es nennt, innovationsbasierten Ansatzes zur Senkung der Emissionen.

Die LNG-Anlage Gorgon der Chevron Corp. vor der Küste Westaustraliens hat 2019 nach mehrjähriger Verzögerung eines der weltweit größten CCS-Projekte in Betrieb genommen.

Santos Ltd. arbeitet an Plänen, 1,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr in seiner Gasverarbeitungsanlage Moomba in Südaustralien zu vergraben.

Am Montag teilte das in Adelaide ansässige Unternehmen mit, es werde mit der Mitsubishi Corp. bei den Möglichkeiten zusammenarbeiten, die sich aus dem Moomba-Projekt ergeben, einschließlich der Idee, die Emissionen aus dem Barossa-Flüssigerdgasprojekt auszugleichen.

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