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Schnelles Umdenken gefordert

Japans Kaffeeketten sorgen für eine Flut von Einwegbechern

Laut Greenpeace Japan wurden 2020 in Japan 369,65 Millionen Einwegbecher von den neun großen Kaffeeketten in Japan ausgegeben. Das zeigt, dass es kaum Fortschritte bei der Förderung von Mehrwegbechern und der Verringerung des Abfalls gibt.

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Laut Greenpeace Japan entspricht der jährliche Abfall, aufeinandergestapelt, der Höhe von mehr als 60.000 Tokyo Sky Trees. Die Umweltorganisation hat nun eine Kampagne gestartet, um die Unternehmen schnell dazu zu bringen, auf umweltfreundliche Alternativen umzustellen.

Starbucks sorgt allein für 231,7 Millionen Einwegbecher

Starbucks verbraucht die größte Anzahl der Einwegbecher. Von den 231,7 Millionen, die die Kette im Jahr 2020 ausgegeben hat, waren etwa 142,1 Millionen aus Plastik. Danach folgt Tully´s Coffee mit 72,5 Millionen Bechern und Pronto mit 35,3 Millionen Bechern.

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Positive Ausnahme ist laut Greenpeace die Kaffeekette Komeda, die fast alle der verkauften Getränke in Mehrwegbechern serviert.

Greenpeace zufolge werden allein in der japanischen Kaffeehausbranche stündlich etwa 91.000 Einwegbecher weggeworfen.

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Laut Starbucks hat man sich zum Ziel gesetzt, die Abfallmenge bis 2030 im Vergleich zu 2019 zu halbieren, was allerdings immer noch sehr viel Müll bedeutet.

Im Rahmen dieser Bemühungen hat die japanische Niederlassung seit April in 106 ihrer Geschäfte damit begonnen, Kaltgetränke in Gläsern zu servieren, während Getränke zum Mitnehmen versuchsweise in wiederverwendbaren Leihbechern angeboten werden, so Starbucks.

Japans Regierung muss handeln

Laut Greenpeace werden die meisten Einwegbecher in Japan verbrannt oder auf anderen Wegen unsachgemäß entsorgt, was ein Eingreifen der japanischen Regierung dringend erforderlich macht.

Tomohiro Tasaki, Leiter der Forschungsabteilung für Ressourcenkreislauf und Abfallwirtschaft des Nationalen Instituts für Umweltstudien, sagte, einer der Schritte, den die Kaffeeketten sofort unternehmen können, um den Müll zu reduzieren, sei die Umstellung auf wiederverwendbare Becher für den Dine-in-Service.

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