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SAF soll Kohlendioxidemissionen veringern

Japans Luftfahrtindustrie macht Ernst beim Thema Umweltschutz

Die japanische Luftfahrtindustrie meint es ernst beim Thema Umweltschutz und versucht, intensiv zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen beizutragen.

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Die Branche hofft, durch die Verwendung von nachhaltigem Flugbenzin (SAF), das aus pflanzlichen Bestandteilen hergestellt wird, die Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung von Düsentreibstoff zu verringern. Flugzeuge stoßen mehr Kohlendioxid aus als andere Verkehrsmittel.

Luftfahrtindustrie sieht Umweltschutz als wichtigen Faktor für das Geschäft an

„Wir können nicht überleben, wenn wir nicht zu einem umweltfreundlichen Verkehrsträger werden“, sagte Chikako Miyata, ein Manager der ANA Holdings Inc.

Die Luftfahrindustrie setzt daher auf sauberere Energiequellen wie z. B. Treibstoff aus Euglena, einem einzelligen Organismus, und aus pflanzlichen Abfällen gewonnenem Speiseöl. Die Quellen dieser Kraftstoffe nutzen Kohlendioxid für die Fotosynthese, sodass die bei ihrer Verbrennung entstehenden Kohlendioxidemissionen effektiv ausgeglichen werden.

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Japan Airlines plant, die Emissionen aus dem Flugbetrieb bis 2050 auf null zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Fluggesellschaft 45 Prozent ihrer Nettoemissionen durch den Einsatz von SAF reduzieren.

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Die Fluggesellschaft will bis 2030 10 Prozent ihres Düsentreibstoffs durch SAF ersetzen und bis 2040 100 Prozent. Auch ANA will die Verwendung von SAF ausweiten.

Fluggesellschaften testen seit 2018 SAF

Europa ist auf dem Gebiet der SAF führend. Das finnische Energieunternehmen Neste und auch andere Unternehmen haben mit der Herstellung von SAF für die kommerzielle Nutzung begonnen. SAF wurde bereits bei über 350.000 Flügen weltweit eingesetzt.

Japanische Fluggesellschaften hingegen haben erst 2018 mit Tests mit SAF begonnen und eine begrenzte Anzahl von Flügen mit dem Kraftstoff durchgeführt.

Das Verkehrsministerium schätzt, dass bis 2030 etwa 2,5 Millionen bis 5,6 Millionen Kiloliter SAF benötigt werden.

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Die Unternehmen hoffen, die verzögerte Einführung von SAF im Land ausgleichen zu können. Das Biotech-Unternehmen Euglena Co. hat im Juni dieses Jahres einen SAF auf Euglena-Basis in die Praxis umgesetzt. Es plant, ab 2025 jährlich 250.000 Kiloliter des Biokraftstoffs zu produzieren.

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