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Förderung für Unternehmen, Verwaltungen und private Organidsationen

Japans Umweltministerium startet Initiative gegen Plastikabfälle

Das japanische Umweltministerium will eine neue Initiative zur Unterstützung von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen starten, die Plastikmüll den Kampf angesagt haben.

Speziell sollen alle unterstützt werden, die Aufräumaktionen starten oder Dienstleistungen anbieten, die zu einer Reduzierung von Einweg-Kunststoffprodukten führen.

Initiative soll eine Dynamik gegen Plastikabfall in Japan schaffen

Zusammen mit den regionalen Verwaltungen sollen so die Plastikabfälle in den Meeren abgebaut werden und eine Dynamik in Japan geschaffen werden, die dazu führt, dass der Plastikabfall zurückgeht.

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Die Kosten für die Initiative werden im Budgetantrag des Umweltministeriums für das Haushaltsjahr 2021 enthalten sein. Das Ministerium will vorab Vorschläge von Gemeinden, Firmen und Organisationen einholen und dabei helfen, diese Vorschläge ab dem im April beginnenden Finanzjahr umzusetzen.

Zudem sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, dass Plastikmaterial, dass beim Fischfang oder in der Landwirtschaft benutzt wird, reduziert wird. Außerdem soll die Entwicklung von Produkten ohne Plastik gefördert werden.

Experten gehen davon aus, dass die meisten Plastikabfälle in den Meeren von Müll stammen, der auf den Straßen entsorgt wird, oder von Deponien dort hineingelangt.

Einige Studien haben gezeigt, dass etwa 80 Prozent des Plastikabfalls in den Weltmeeren Abfall ist, der aus dem Inland stammt.

Menschen sollen für das Thema sensibilisiert werden

Eine von der japanischen Regierung im vergangenen Jahr durchgeführte Umfrage ergab allerdings, dass über 80 Prozent der Menschen in Japan der Meinung sind, dass die Plastikmenge in den Meeren von Müll kommt, der an den Stränden weggeworfen oder direkt dort hineingekippt wird.

Um mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren, wird das Umweltministerium im Rahmen seiner Initiative Experten in Unternehmen schicken, die dabei beraten, wie nachhaltiger produziert werden kann.

In Japan finden immer wieder Aufräumaktionen statt, die oft als Wettbewerb ausgerufen werden. Gewonnen hat der, der den meisten Müll aufgesammelt hat. Immer mehr Menschen nehmen an diesen Aktionen teil.

Auch Unternehmen haben damit begonnen, sich aktiv gegen Plastikmüll einzusetzen.

So entstanden im vergangenen Jahr mehrere Regenschirm-Sharing-Dienste, auch Apps, die Menschen dabei helfen ein Geschäft zu finden, wo leere Flaschen mit Wasser aufgefüllt werden können, wurden auf den Markt gebracht.

Japans bisheriger Kampf gegen Plastikabfall scheiterte

Japans bisheriger Versuch, dem Plastikabfall den Kampf anzusagen, scheiterte, da er wenig effektiv war. Zwar kosten Plastiktüten mittlerweile Geld, aber sie machen nur einen kleinen Teil des Mülls aus.

Das Land leidet immer noch unter einem Verpackungswahnsinn der Hersteller, wo es auch schon einmal vorkommt, dass in einer Packung jeder Keks noch einmal extra in Plastik verpackt ist. Auch Plastikflaschen sind eine beliebte Verpackungsart.

Daher werden immer mehr Forderungen laut, dass die japanische Regierung den Verpackungswahnsinn der Hersteller einschränken muss, allerdings wurde sich bisher nicht getraut, sich direkt an die Unternehmen zu wenden.

Auch bei den Menschen findet ein Umdenken statt, Papierhersteller erleben in Japan gerade einen Aufschwung durch den „Anti-Plastik-Trend“, da sie alternative Verpackungen anbieten, die sich leicht recyceln lassen.

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