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HomeNewsUmweltKaufhaus in Osaka gibt 50.000 Bienen ein neues Zuhause

Die Tiere wurden auf dem Dach des Gebäudes neu angesiedelt

Kaufhaus in Osaka gibt 50.000 Bienen ein neues Zuhause

Auf dem Dach eines Kaufhauses im Zentrum von Osaka haben Angestellte und freiwillige Helfer 50.000 Honigbienen angesiedelt. Mit dem Projekt will man den Umweltschutz stärker in den Fokus rücken und den Bewohner zeigen, wie man durch urbane Bienenhaltung eigenen Honig herstellen kann.

Die Bienen wurden auf dem Dach des Hauptgebäudes von Daimaru Shinsaibashi in Osaka angesiedelt, das im Bezirk Chuo liegt. Gleichzeitig wurde damit das Shinsaibashi-Honigprojekt ins Leben gerufen. Das Gebäude wurde 2019 nach 86 Jahren erstmals restauriert und dabei wurde auch das Dach erneuert. Schon damals machte man sich Gedanken über eine Verbesserung der Dachbegrünung, um einen Beitrag für eine nachhaltigere Nutzung der Fläche zu leisten.

Bienenzucht in der Stadt ist eine Herausforderung

Bereits im März installierte der Eigentümer mit Genehmigung der Präfektur-Regierung von Osaka fünf Bienenstöcke, in die insgesamt 50.000 Drohnen einzogen, die anschließend Honig sammeln sollen. Laut Initiatoren des Projekts suchen die Bienen in einem Umkreis von etwa drei Kilometern nach Nektar. Dabei werden sie im Schlosspark von Osaka genauso fündig, wie im Tennoji Zoo oder entlang des Flussufers.

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Gleichzeitig weist das Projekt darauf hin, dass Bienen für ein funktionierendes Ökosystem eine bedeutende Rolle spielen, indem sie unter anderem den Pollen von Pflanzen verteilen. Durch Exkursionen und Informationsveranstaltungen zu besonderen Anlässen soll außerdem das Interesse der Anwohner für Umweltfrage geweckt werden.

L’abeille, ein Laden für Honigprodukte im Kaufhaus Daimaru, kooperiert eng mit dem Projekt und unterstützte es von Anfang an. Helfer und die Mitarbeiter von L’abeille kümmern sich einmal in der Woche um die Bienenstöcke und schauen nach den Tieren. Dabei werden Daten zum Gesundheitszustand der Tiere und zur Menge des Honigs in den Waben gesammelt. Bei der Haltung von Bienen innerhalb der Stadt ist besondere Vorsicht geboten. Befinden sich in einem Stock zwei Königinnen, könnte diese mit einem Teil der Drohnen ausziehen, um sich selbst eine eigene Kolonie aufzubauen, was verhindert werden muss.

Imker in Osaka bei der Arbeit
Bienenstöcke im Herzen Osakas Bild: Mainichi/Kenji Ikai

Honig soll Menschen anlocken

Die Organisatoren gehen davon aus, noch im Mai mit dem Schleudern des Honigs beginnen zu können. Wobei dann etwa im Juli mit dem ersten Honig gerechnet wird. Insgesamt erwarten die Verantwortlichen des Projekts, dass etwa 200 Kilogramm Honig gewonnen werden. Aus diesem sollen dann Snacks auf Honig-Basis produziert und im Kaufhaus verkauft werden.

Das Projekt soll den Stadtteil Shinsaibashi beleben, der durch den Rückgang ausländischer Touristen in letzter Zeit schwer gelitten hat. Außerdem soll das Viertel für die Menschen, die dort leben wieder interessanter gemacht und neue Bewohner durch das Nachhaltigkeitskonzept dafür begeistert werden.

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