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Tage mit extremer Hitze nehmen zu

Klimawandel erhöht die Tage mit Rekordtemperaturen in Japan

Der Klimawandel hat in Japan laut einer Studie dafür gesorgt, dass die Wahrscheinlichkeit für Rekordtemperaturen in diesem Sommer um das 240-fache erhöht.

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Laut einer Studie, an der Wissenschaftler von Organisationen wie dem Meteorologischen Forschungsinstitut der Japanischen Meteorologischen Agentur (JMA) beteiligt waren, werden die Wahrscheinlichkeit und die Intensität anormaler Wetterereignisse mit fortschreitender globaler Erwärmung voraussichtlich weiter zunehmen. Die Studie bestätigt die Warnung, dass die Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel katastrophale Folgen haben wird.

Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit von extremer Hitze in Japan

Für die Studie wurde eine Methode namens „Event Attribution“ verwendet, um quantitativ zu analysieren, wie die globale Erwärmung extreme Wetterphänomene beeinflusst hat.

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Den Forschern zufolge lag die Wahrscheinlichkeit für hohe Temperaturen in Japan zwischen Ende Juni und Anfang Juli dieses Jahres bei etwa „einmal in fünf Jahren“. Dabei wurden die Auswirkungen des Klimawandels und des Wetterphänomens La Nina berücksichtigt.

Im Gegensatz dazu zeigten die Ergebnisse der Analyse unter der Annahme, dass es keine globale Erwärmung gibt, dass extreme Hitze nur „einmal in 1.200 Jahren“ auftreten würde, selbst unter Einberechnung des La Nina-Phänomens.

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In einer Statistik der JMA wird deutlich, dass die durchschnittlichen Temperaturen Ende Juni im Osten Japans um 4 Grad Celsius und im Westen Japans um 3,2 Grad Celsius höher waren als gewohnt.

Das Meteorologische Forschungsinstitut hat die Analyse der Ereigniszuordnung bereits bei extremen Wetterbedingungen wie den schweren Regenfällen 2018 im Westen Japans angewandt. Die Ergebnisse wurden allerdings erst mehr als ein Jahr später veröffentlicht.

Bericht soll schnell Daten liefern

Die aktuelle Studie ist ein Versuch, nur etwa zwei Monate nach der extremen Hitze einen „Blitzbericht“ zu erstellen, indem frühere Studienergebnisse verwendet wurden, um die für die Analyse erforderliche Zeit zu verkürzen.

Die Studie ist Teil eines Forschungsprogramms des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, an dem auch Wissenschaftler der Universität Tokyo und der Universität Kyoto beteiligt sind.

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