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Verwüstungen werden zunehmen

Klimawandel wird Japan langsamere und heftigere Taifune im Herbst bescheren

Laut einer Studie des Forschungsinstituts der Japan Meteorological Agency werden Taifune im September viel langsamer und damit mit einem höheren Schadenspotential über Japan hinwegfegen. Eine Auswirkung des Klimawandels, so die Forscher.

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„Mit der fortschreitenden globalen Erwärmung könnten die kombinierten Effekte von langsameren Taifunen und stärkeren Regenfällen zu größeren Verwüstungen führen“, so Munehiko Yamaguchi, ein leitender Forscher.

Taifune nehmen an Geschwindigkeit in Japan ab

Wissenschaftler des Instituts untersuchten die Geschwindigkeiten von Taifunen zwischen 1980 und 2019 nach Region und Monat.

Die Ergebnisse zeigten, dass Taifune, die im September über den Großraum Tokio zogen, in den letzten zwei Jahrzehnten um 35 Prozent langsamer waren als die, die in den ersten 20 Jahren der Studie aufgezeichnet wurden.

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Sie sagten, die Geschwindigkeitsabnahme betrüge 33 Prozent für die Präfektur Osaka und 26 Prozent für die Präfektur Okinawa.

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Die langsameren Geschwindigkeiten verlängerten damit die Exposition des Landes gegenüber starkem Regen und starken Winden durch die Stürme.

Ein in der Studie genannter Faktor ist, dass das Herbstwetter aufgrund der globalen Erwärmung später eintrifft. Dies wiederum führe zu einer Schwächung der vorherrschenden Westwinde, welche sonst die Taifune schneller wieder vertreiben könnten.

Klimawandel sorgt für schwerere Naturkatastrophen

Computersimulationen der Auswirkungen des Klimawandels zeigen, dass Taifune, die Japan erreichen, nicht nur im September, sondern auch im Oktober langsamer unterwegs sein werden.

Riesige Stürme, die 2019 gemeldet wurden, wie Taifun Nr. 15, der vor allem in der Präfektur Chiba schwere Schäden anrichtete, und Taifun Nr. 19, der rekordverdächtige Regenfälle brachte, waren 40 Prozent langsamer als in herkömmlichen Jahren.

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