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HomeNachrichten aus JapanUmweltLeiter der Feuerwehr in Akita verursacht ungewollt Waldbrand

Der Brand entstand aus Versehen beim Versuch einige Insekten zu vertreiben

Leiter der Feuerwehr in Akita verursacht ungewollt Waldbrand

Feuerwehrmann zu sein ist eine sehr respektvolle Tätigkeit und jeder, der sich dafür einsetzt, Menschen zu retten, verdient dafür große Wertschätzung. Aber auch Helden des Alltags können Fehler begehen. Dem Leiter der Feuerwehr von Akita ist ein solcher unterlaufen, der dazu führte, dass seine Einheit das Feuer, welches er selbst unbeabsichtigt verursachte, löschen musste.

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An einem Nachmittag Anfang Mai war der Leiter der Feuerwehr der Stadt Kazuno (Präfektur Akita) in seiner Heimatstadt, um in der Nähe des Hauses seiner Eltern Land zu roden. Während seiner Arbeit wurde er von mehreren Insekten attackiert, die er laut eines Berichts als „Hachi“ bezeichnete. „Hachi“ ist ein japanisches Wort, das für verschiedene Insekten verwendet wird. Darunter fallen einfache gelbe Käfer, Hummeln, aber auch große Hornissen werden so bezeichnet.

Feuerwehrmann sofort vor Ort

Von der Reaktion des Mannes ausgehend handelte es sich am wahrscheinlichsten um Hornissen. Denn er war durch die Begegnung so verschreckt, dass er eine Petroleum-Fackel holte, um mit dieser die fliegenden Angreifer zu vertreiben. Nachdem die Hachi vertrieben werden konnten, habe der Mann die Fackel aus Versehen fallen gelassen, die auf einem Haufen trockenem Gras landete und dieses sofort entzündete.

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Da der Mann den Ernst der Lage erkannte, rief er sofort Verstärkung. Insgesamt tauchten drei Feuerwehr-Fahrzeuge und elf Feuerwehrleute auf, um sich des Brandes anzunehmen. Allerdings dauerte das Erreichen des Brandortes so lange, dass in der Zwischenzeit rund 45 Quadratmeter Gras und Wald in Flammen standen. Es dauert etwa 30 Minuten, den Brand zu löschen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und es entstand kein ernsthafter Sachschaden.

Warnung vor hoher Waldbrandgefahr

Bei einer Pressekonferenz wenige Tage später entschuldigte sich der Leiter der Feuerwehr für seinen unabsichtlich gelegten Brand. Peinlicherweise hatte er selbst kurz zuvor die Bewohner von Kazuno auf die große Trockenheit in der Region aufmerksam gemacht und zu großer Vorsicht im Umgang mit Feuer in der Nähe des Waldes aufgerufen, um keine Waldbrände zu entfachen.

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Online wird der Vorfall differenziert diskutiert. Während die einen über die ungewollte Komik der Situation lachen können, fordern einige aber auch den Rücktritt des Mannes. Viele empfinden die Situation aber schon als peinlich genug für den Feuerwehrchef und plädieren dafür, den Fall auf sich beruhen zu lassen. Denn der Schaden hält sich in Grenzen und gleichzeitig hat der Mann nachdrücklich bewiesen, dass man aktuell nicht vorsichtig genug sein kann.

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