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Glas statt Plastik

Loop sagt in Japan dem Plastikmüll den Kampf an

Mehrere Unternehmen haben sich in Japan zusammengeschlossen, um mit der Initiative „Loop“ dem Plastikmüll den Kampf anzusagen.

Die Initiative konzentriert sich dabei auf Glasbehälter, die leicht wiederverwendbar sind und sich durch einfaches Design von den üblichen Produkten im Einzelhandel abheben.

Loop ab März in der Kanto-Region

Die Initiative plant ab März in der Kanto-Region die ersten Glasverpackungen einzuführen und damit zu testen, ob Verbraucher die neue Verpackung annehmen, um sie dann landesweit einzuführen.

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„Loop“ wurde von der US-amerikanischen Recyclingfirma TerraCyle ins Leben gerufen und ist seit 2019 in den USA, Frankreich, Großbritannien und einigen anderen Ländern aktiv.

eine Loop-Verpackung
Eine Loop-Verpackung

Verbraucher bestellen normalerweise Produkte über eine Webseite und schicken die Glasbehälter dann wieder zurück, nachdem sie das Produkt aufgebraucht haben. Die Behälter werden dann gewaschen und zurück in den Kreislauf gebracht.

Nach Angaben der in Yokohama ansässigen Tochterfirma Loop Japan nutzen rund 35.000 Haushalte in den Vereinigten Staaten den Service.

Viele bekannte Produkte werden in Glas verpackt

Zu den japanischen Firmen, die sich an „Loop“ beteiligen, gehören Ajinomoto Co., Kirin Brewery Co., Shiseido Co., Unicharm Corp. und Earth Corp.

Die Verbraucher zahlen die Kosten für die Sammlung beim Kauf der Produkte. Die Firmen planen außerdem, die Artikel in etwa einem Dutzend Aeon-Läden in Tokyo und anderen Städten zu verkaufen. Die Kunden können die gebrauchten Behälter in den Läden zurückgeben, der Versand entfällt damit.

Ajinomoto Co. plant, drei Arten von Würzmitteln, einschließlich der beliebten Suppenbrühe Hondashi, über Loop zu verkaufen. Die Behälter werden alle aus Glas bestehen, während die Deckel aus Metall gefertigt sind. „Wir haben ihnen ein einfaches und stilvolles Design gegeben, das die Leute in ihren Küchen zur Schau stellen können“, kommentierte ein Sprecher des Unternehmens.

S.T. Corp. verwendet ebenfalls Glas für Deodorants, die bisher in Plastikbehältern abgefüllt wurden. Das Unternehmen wird auch Nachfüllpackungen verkaufen, aber ein Firmenvertreter kommentierte: „Es gibt keinen Müll beim Nachfüllen, daher ist es bahnbrechend.“

Am 7. Dezember 2020 startete in Tokyo ein Test, bei dem Lunchpakete und Fertiggerichte in haltbaren Plastikbehältern verkauft werden, die in den Geschäften, die sie verkaufen, gesammelt und wiederverwendet werden.

Immer mehr Initiativen versuchen in Japan gegen den Plastikmüll zu kämpfen. Im Oktober 2019 startete eine App, mit der man Orte finden kann, wo man kostenloses Wasser bekommt. Ziel ist es, Müll durch Plastikflaschen zu reduzieren.

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