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HomeNachrichten aus JapanUmweltMehrere Gewässer in Japan enthalten giftige Chemikalien

Hohe Werte an Fluorverbindungen bestätigt

Mehrere Gewässer in Japan enthalten giftige Chemikalien

In Japan gibt es immer wieder Probleme mit der Verschmutzung von Gewässern. Das Umweltministerium gab kürzlich bekannt, dass an gleich mehreren Wasserquellen giftige Fluorverbindungen gefunden worden wären.

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Am 22. Juni veröffentlichte das Ministerium eine Studie, bei der an 143 Standorten die Verschmutzungsgrad des Wassers überprüft wurde. Bei 21 Standorten wurden in Flüssen und dem Grundwasser dabei hohe Mengen an Fluorverbindungen gefunden, welche die zugelassenen Maximalwerte deutlich überschritten. Es ginge dabei vor allem um die Substanzen PFOS und PFOA.

Grundwasser weist extrem hohe Werte auf

Die Chemikalien sind vor allem in Schaumlöschmitteln zu finden und sollen in hohen Konzentrationen krebserregend sein. In Japan ist die Produktion und Verwendung dieser Stoffe deswegen eingeschränkt. Die beiden Verbindungen können an ehemaligen Produktionsorten trotzdem weiterhin in hohen Konzentrationen gefunden werden und das Wasser verseuchen.

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Aus Sicherheitsgründen wurde deshalb von dem Ministerium ein erlaubter Höchstwert festgelegte. Maximal dürfen nur 50 Nanogramm von diesen Stoffen auf je einem Liter Wasser gefunden werden. Aber unter anderem wurde im Trinkwasser von Osaka mit 5.500 Nanogramm pro Liter das 110-fache gemessen.

US-Militär könnte an der Verschmutzung der Gewässer schuld sein

Das Quellwasser in der Stadt Kadena in Okinawa hatte zwar niedrigere Werte, kam aber immer noch auf das 22-fache des erlaubten Maximalwerts. Das Wasser in beiden Städten ist als „nicht trinkbar“ ausgewiesen worden. Das Ministerium warnt daher erneut vor einer eventuellen Konsumierung des Wassers, da sich die potentiellen gesundheitlichen Auswirkungen nicht einschätzen ließen.

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Was die genaue Ursache für die hohen Werte ist, könnten sie nicht sagen. Allerdings gibt es vor allem in Okinawa den Verdacht, dass das US-Militär damit etwas zu tun haben könnte. Sie benutzten nämlich weiterhin Löschschaum mit diesen Chemikalien und der Schaum gelangte bereits in der Vergangenheit in Gewässer.

Es wurde deswegen auch in einigen Gewässern in der Nähe der Basen eine höhere Belastung festgestellt als anderswo. Eine Lösung für das Problem hat die japanische Regierung allerdings nicht, denn verbieten können sie den Amerikanern den Löschschaum nicht.

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