Anzeige
HomeNewsUmweltModeindustrie in Japan sorgt pro Jahr für 95 Millionen Tonnen CO2

Menschen sollen mehr Kleidung recyceln

Modeindustrie in Japan sorgt pro Jahr für 95 Millionen Tonnen CO2

Laut einer Schätzung der Regierung belaufen sich die Emissionen der Modeindustrie in Japan pro Jahr auf über 95 Millionen Tonnen.

Die Herstellung und der Transport der Kleidung produziert laut des japanischen Umweltministeriums ca. 90,09 Millionen Tonnen CO2. Der größte Teil davon macht Kleidung aus, die im Ausland produziert wurde.

Importe der Modeindustrie sorgen für die meisten Emissionen

Im Jahr 2020 wurden 819.000 Tonnen Kleidung auf den japanischen Markt gebracht, 799.000 Tonnen (98 Prozent) wurden aus dem Ausland importiert.

Die restlichen fast 5 Millionen Tonnen CO2 Emissionen, die die Modeindustrie jährlich produziert, sind auf die Verbrennung von unverkaufter Ware zurückzuführen.

LESEN SIE AUCH:  ANA kündigt extrem ehrgeizige Klimaziele bis 2050 an

Laut der Schätzung verursacht jedes Kleidungsstück damit etwa 25 KG CO2.

Laut einem Bericht des U.N.-Umweltprogramms ist die Modeindustrie für 10 Prozent der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Von den weltweiten Emissionen der Branche entfallen 4,5 Prozent auf die japanischen Bekleidungslieferketten, so die Daten des Umweltministeriums.

Das Ministerium hat im vergangenen Monat eine Webseite veröffentlicht, das Verbraucher dazu bringen soll, mehr Kleidung zu recyceln und gleichzeitig die Modeindustrie aufgefordert, an neuen Produktionsprozessen zu arbeiten, um die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren.

Nach Angaben des Ministeriums wurden 2020 in Japan insgesamt 510.000 Tonnen Kleidung entsorgt, die man hätte wiederverwenden können.

Umweltministerium will Bewusstsein schärfen

Japans Premierminister Yoshihide Suga hat Ende April während eines Klimagipfels, zu dem er US-Präsident Joe Biden eingeladen hatte, versprochen, die Treibhausgasemissionen Japans bis zum Jahr 2030 um 46 Prozent gegenüber dem Stand von 2013 zu senken.

Um dieses Ziel zu erreichen, will das Umweltministerium nun das Bewusstsein für die Umweltauswirkungen in der Modeindustrie schärfen.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen