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HomeNachrichten aus JapanUmweltNishiomiya verkauft brauchbaren Sperrmüll über Flohmarkt-App

Anregen zum Wiederverwerten

Nishiomiya verkauft brauchbaren Sperrmüll über Flohmarkt-App

Die japanische Stadt Nishinomiya verkauft Sperrmüll, der noch zu gebrauchen ist, seit Oktober über eine Flohmarkt-App, um so den Müllberg zu reduzieren. Dabei handelt es sich insbesondere um Möbel und Freizeitartikel.

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Die Stadt hat sich dazu entschlossen, da sie jährlich mehr als 120.000 Anfragen für die Abholung durch die Einwohner enthalten. Der stetig wachsende Müllberg soll so reduziert werden.

Verkauf von brauchbarem Sperrmüll soll zum Wiederverwerten anregen

Der brauchbare Sperrmüll wird über „Mercari Shops“ verkauft, 10 Prozent des Verkaufspreises gehen als Bearbeitungsgebühr an das Unternehmen, den Rest erhält die Stadt.

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Im Angebot sind Artikel, die zwischen 500 (ca. 3,47 Euro) und 2.000 Yen (ca. 13,89 Euro) kosten, darunter Sofas, Regale und auch eine Skiausrüstung. Die Käufer müssen die Sachen allerdings selbst abholen. Gewinn will die Stadt durch den Verkauf nicht machen, das Ziel ist es, so ein Sprecher, die Menschen dazu zu bewegen an Wiederverwertung zudenken.

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Zwar beläuft sich die Menge des Sperrmülls im Jahr durchschnittlich auf ca. 5.200 Tonnen, allerdings steigt die Zahl der Einwohner, die Sperrmüll abholen lassen wollen, was dazu führt, dass die Müllabfuhr mittlerweile Überstunden machen muss und die Kosten für die Stadt steigen.

Als Grund für die steigenden Anfragen wird vermutet, dass es den Menschen zu einfach gemacht wird. Seit 2020 kann man über die App Line Sperrmüllabholung in der Stadt beantragen.

Immer mehr brauchbare Gegenstände werden weggeworfen

Laut einer vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie veröffentlichten Marktstudie über den elektronischen Handel im Jahr 2016 belief sich der geschätzte Wert der ungenutzten Produkte, die im vergangenen Jahr in Japan zu Hause lagen, auf rund 7,6 Billionen Yen (ca. 52,7 Milliarden Euro).

Bisher hatte die Stadt die noch brauchbaren Gegenstände ausgestellt und sie kostenlos abgegeben, allerdings wurde der Berg immer größer, sodass man sich für den Verkauf über eine Flohmarkt-App entschied.

Nishiomiya ist allerdings nicht die erste Stadt in Japan, die brauchbaren Müll über eine Flohmarkt-App verkauft, bereits Kamo in der Präfektur Niigata und Gamagori in der Präfektur Aiichi haben vor einiger Zeit mit dem Verkauf begonnen.

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