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HomeNewsUmweltPremier Suga kündigt Emissionsziel Japans für 2030 an

Reduzierung um 46 Prozent

Premier Suga kündigt Emissionsziel Japans für 2030 an

Japan will seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 46 Prozent gegenüber dem Stand von 2013 reduzieren. Das kündigte Premierminister Yoshihide Suga beim internationalen Klimagipfel an.

Premier Suga versprach am vergangenen Wochenende auf dem internationalen Klimagipfel, der von den Vereinigten Staaten ausgerichtet wurde, dass Japan weiterhin große Anstrengungen unternehmen würde, um dieses Ziel zu erreichen. Am Anfang des Monats hieß es noch, Japan wolle die Emissionen bis 2030 um 66 Prozent reduzieren.

Klimaneutralität bis 2050

Bis 2050 will das Land außerdem klimaneutral sein. Eine Voraussetzung zum Erreichen dieses Ziels ist, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die erhöhten Temperaturen haben einen massiven Einfluss auf den Klimawandel. Klimaforscher schlagen seit Jahren Alarm, da sich extreme Wetterverhältnisse aufgrund des Klimawandels auf der ganzen Welt häufen.

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Auch die Vereinigten Staaten, Großbritannien und China nutzten das Treffen, um der Welt ihre ehrgeizigen Ziele zu präsentieren. Die Vereinigten Staaten kehrten unter Präsident Joe Biden zum Pariser Abkommen zurück. Präsident Trump hatte während seiner Amtszeit den Ausstieg aus dem Abkommen verkündet.

Noch im Frühjahr 2020 stand Japan auf internationaler Bühne heftig in der Kritik. Das Land legte den Vereinten Nationen ein Reduktionsziel von 26 Prozent im Jahr 2030 gegenüber dem Stand von 2013 vor. Dabei handelte es sich um das gleiche Ziel, zu welchem sich Japan bereits fünf Jahre zuvor verpflichtet hatte.

Turbinen in einem Windpark in Horonobe, Hokkaido.
Turbinen in einem Windpark in Horonobe, Hokkaido. Bild: AS

Nun scheint das Land der Ehrgeiz gepackt zu haben. Sugas Ziel, bis 2050 die Klimaneutralität erreicht zu haben, ist ambitioniert. Um es zu erreichen, ist es unabdingbar, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Japan hat den weltweit fünftgrößten Verbrauch von Kohlendioxid. Mit seinen Bemühungen in Richtung Klimaneutralität könnten auch Riesen wie China zum Handeln bewogen werden.

Japan muss mitziehen beim Thema Emissionen

Weltweit bemühen sich die Nationen, Schritt für Schritt ihren Einfluss auf das Klima zu reduzieren. Japan würde der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft drohen, würde das Land nicht ebenfalls mitziehen. Regierung und Industrie hatten lange Zeit keine Maßnahmen ergriffen. Umso mehr drängt jetzt die Zeit, die Industrie umzustrukturieren und sich auf den Ausbau erneuerbarer Energien zu fokussieren.

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