Stats

Anzeige
Home News Umwelt Sauerstoffwerte am Boden des größten japanischen Sees nahezu bei Null

Wärmeres Wetter verhindert Zirkulation

Sauerstoffwerte am Boden des größten japanischen Sees nahezu bei Null

Das wärmere Wetter hat dazu geführt, dass die Sauerstoffwerte am Boden des Biwak-Sees fast bei null angekommen sind und die Tiere dort erstickt sind.

Laut eines Sprechers der Präfektur Shiga wurde an fünf von sieben getesteten Gebieten 90 Meter unter der Wasseroberfläche ein Gehalt an gelöstem Sauerstoff von weniger als 0,5 Milligram pro Liter festgestellt, was bedeutet, dass es dort praktisch keinen Sauerstoff mehr gibt.

Sauerstoffwerte in mehreren Gebieten gefallen

Die Untersuchung vom 30. September, die vor der Küste von Takashimas Imazu-Distrikt im Biwako-See durchgeführt wurde, zeigte zum ersten Mal fünf Punkte mit sehr niedrigen Sauerstoffwerten.

In den Jahren 2007, 2017 und 2019 lagen die DO-Werte des Bodenwassers an zwei Punkten unter 0,5 Milligramm pro Liter.

Mehr zum Thema:  Plastikmüll macht über 70 Prozent des Mülls in Japans größtem See aus

Als die Mitarbeiter der Präfektur am 6. Oktober erneut Proben von den fünf Punkten entnahmen, lagen die Sauerstoffwerte wieder bei 0,5 Milligramm pro Liter. Es war das erste Mal, dass solch niedrige Werte in zwei aufeinanderfolgenden Wochen registriert wurden.

Eine „isaza“ (Biwa-Grundel), eine kleine Fischart, die im See heimisch ist, und eine „suji-ebi“-Seegarnele wurden 90 Meter unter Wasser tot aufgefunden, beide Tiere starben am Sauerstoffmangel.

„Es gibt kaum Sauerstoff in einem Gebiet, das breiter ist als je zuvor, und wir haben noch nie eine solche Situation erlebt“, sagte ein Mitarbeiter der Abteilung der Präfekturverwaltungg, die für die Erhaltung und Wiederbelebung des Biwako-Sees zuständig ist.

Eine zugrunde liegende Ursache für die sehr niedrigen Sauerstoffwerte könnte darin liegen, dass das Wasser im Biwako-See zwei Jahre lang nicht vollständig zirkuliert hat, so der Mitarbeiter.

Zirkulation durch veränderte Wetterbedingungen gestört

Das sauerstoffreiche Wasser in der Nähe der Oberfläche des Sees sinkt beim Abkühlen während der Herbst- und Wintermonate, wodurch das Bodenwasser angehoben wird und sich das Seewasser vermischen kann. Der Zirkulationsprozess macht den Seeboden zu einer bewohnbaren Umgebung für Fische, Garnelen und andere Lebewesen.

Der Mitarbeiter vermutet, dass warme Winter zu einem Sauerstoffmangel führen, da ein Absinken der Wassertemperatur in Oberflächennähe für die vollständige Zirkulation erforderlich ist.

Starke Winde durch Unwetter können das Wasser des Sees ebenfalls durchmischen. Allerdings gab es seit April nur wenige solcher Wetterbedingungen.

Die Präfektur beabsichtigt, die Umgebung des Seebodens weiter zu überwachen und in Zusammenarbeit mit verwandten Organisationen zu untersuchen, wie stark der See in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ein Mitarbeiter der Fischereiabteilung der Präfekturverwaltung sagte, die Auswirkungen auf die Fischereiindustrie seien begrenzt.

„Isaza und Garnelen für den menschlichen Verzehr leben in einem weiten Bereich des Biwako-Sees“, sagte so der Mitarbeiter.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren